Bild: Ice Nine Kills - "IT Is The End" Video
Horrorfilme und harte Musik passen einfach verdammt gut zusammen. Ob ikonische Slasher, blutige Klassiker oder übernatürlicher Grusel: Zahlreiche Bands lassen sich von den Geschichten, Figuren und düsteren Welten des Horror-Kinos inspirieren. Manche schreiben gleich ganze Alben über bekannte Filme, andere widmen einem bestimmten Killer einen Song oder bauen Originaldialoge aus einem Film in ihre Musik ein.
Besonders Ice Nine Kills haben sich mit diesem Konzept einen Namen gemacht. Aber auch abseits der Metalcore-Kombo gibt es einige Tracks, die Horror-Fans auf dem Schirm haben sollten. Passend zu Halloween haben wir zehn Songs für dich gesammelt, bei denen Musik und Horrorfilm aufeinandertreffen.
Ice Nine Kills – „IT Is the End“
Inspiriert von: ES (It)
Mit „IT Is the End“ widmen Ice Nine Kills dem wohl bekanntesten Horror-Clown der Filmgeschichte einen eigenen Track. Die Inspiration stammt aus Stephen Kings ES (It), in dem Pennywise die Kinder der Stadt Derry terrorisiert. Der Song stammt vom Album The Silver Scream und verbindet die unheimliche Geschichte mit dem typischen Mix der Band aus aggressiven Metalcore-Passagen, eingängigen Refrains und jeder Menge theatralischer Horror-Elemente.
Auch der Titel ist ein Wortspiel mit dem Namen des Monsters. Wer bei Horrorfilmen auf unheimliche Clowns, düstere Kleinstädte und übernatürlichen Schrecken steht, sollte sich diesen Track definitiv nicht entgehen lassen.
Ice Nine Kills – „The American Nightmare“
Inspiriert von: A Nightmare on Elm Street
Freddy Krueger gehört zu den bekanntesten Horrorfiguren überhaupt. Mit seinem verbrannten Gesicht, dem Handschuh voller Klingen und seiner Fähigkeit, Menschen in ihren Träumen zu verfolgen, hat er sich tief in die Popkultur eingebrannt. Kein Wunder also, dass sich Ice Nine Kills den Albtraum-Klassiker A Nightmare on Elm Street für einen ihrer Songs vorgenommen haben.
„The American Nightmare“ stammt vom 2018 erschienenen Album The Silver Scream, auf dem die Band verschiedene bekannte Horrorfilme musikalisch verarbeitet. Der Track verbindet druckvollen Metalcore mit einem Refrain, der ordentlich hängen bleibt. Inhaltlich greift er die Albtraumwelt des Films auf und macht daraus einen Song, der sowohl musikalisch als auch thematisch wie gemacht für Fans von Freddy Krueger ist.
Stormtroopers of Death – „Freddy Krueger“
Inspiriert von: A Nightmare on Elm Street
Noch einmal Freddy Krueger, diesmal aber deutlich kürzer und direkter: Stormtroopers of Death, besser bekannt als S.O.D., haben dem Albtraum-Killer bereits auf ihrem Debütalbum Speak English or Die einen eigenen Song gewidmet.
„Freddy Krueger“ ist ein kompakter Ausflug in die Welt des Crossover-Thrash und Hardcore. Der Track greift konkrete Motive aus dem Film auf und macht aus dem unheimlichen Killer eine Vorlage für einen aggressiven, bewusst überspitzten Song. Wer keine epische Metalcore-Erzählung braucht, sondern lieber einen kurzen musikalischen Schlag ins Gesicht bekommt, sollte hier reinhören.
Ice Nine Kills – „Thank God It’s Friday“
Inspiriert von: Friday the 13th
Wenn es um Horrorfilm-Killer geht, darf natürlich auch Jason Voorhees nicht fehlen. Die Friday the 13th-Reihe ist bekannt für ihre Camp-Crystal-Lake-Kulisse, ihre Slasher-Atmosphäre und einen Killer, der mit seiner Hockeymaske längst Kultstatus erreicht hat.
Ice Nine Kills greifen diese Welt in „Thank God It’s Friday“ auf. Der Song erzählt von der tödlichen Gefahr, die in den Wäldern rund um das Camp lauert, und übersetzt die klassische Slasher-Spannung in schnelle Riffs, aggressive Vocals und einen eingängigen Refrain. Wer bei Horrorfilmen vor allem auf maskierte Killer und düstere Waldkulissen steht, bekommt hier den passenden Soundtrack.
Chat Pile – „Pamela“
Inspiriert von: Friday the 13th
Dass Horror-Inspiration nicht immer mit Hochglanz-Produktion und großen Refrains einhergehen muss, zeigen Chat Pile. Die US-Band bewegt sich zwischen Sludge Metal, Noise Rock und einer bewusst unangenehmen, beklemmenden Klangwelt. Genau deshalb passt ihre Interpretation des Horrorstoffs besonders gut zu ihrem Sound.
„Pamela“ vom Album God’s Country nimmt die Perspektive von Pamela Voorhees auf, der Mutter von Jason aus dem ersten Friday the 13th-Film. Statt einfach nur den maskierten Killer ins Zentrum zu stellen, richtet der Song den Blick auf eine Figur, deren Geschichte eng mit den Ereignissen des Films verbunden ist. Das Ergebnis ist keine klassische Horror-Hymne, sondern ein verstörender Track, der sich vor allem durch seine Perspektive und seine rohe Atmosphäre auszeichnet.
Ice Nine Kills – „Stabbing in the Dark“
Inspiriert von: Halloween
Michael Myers ist der Inbegriff des unaufhaltsamen Killers. Seit John Carpenters Halloween von 1978 gehört die weiße Maske zu den Bildern, die Horror-Fans sofort erkennen. Besonders unheimlich ist dabei, dass Myers oft beinahe regungslos wirkt und trotzdem jederzeit zuschlagen kann.
Mit „Stabbing in the Dark“ widmen Ice Nine Kills dem Film einen Track, der die bedrohliche Atmosphäre des Originals aufgreift. Der Titel spielt bereits auf die düstere Welt von Halloween an, während die Musik mit ihren harten Riffs und dramatischen Wechseln die Spannung immer weiter anzieht. Ein passender Song für alle, die bei Horror lieber auf schleichenden Schrecken als auf übernatürliche Monster setzen.
Motionless In White – „We Only Come Out at Night“
Mit Bezug zu: Bram Stoker’s Dracula
Motionless In White verbinden Metalcore seit jeher mit Gothic-Ästhetik, Horror-Referenzen und einer ordentlichen Portion düsterer Theatralik. Dass sich die Band auch musikalisch bei klassischen Horrorfilmen bedient, passt deshalb ziemlich gut ins Bild. Ein Beispiel dafür ist „We Only Come Out at Night“ vom Album Creatures aus dem Jahr 2010.
Der Track greift mit seinem düsteren Sound und den Horrorfilm-Samples die Atmosphäre klassischer Vampirgeschichten auf. Besonders die Verbindung zu Bram Stoker’s Dracula passt zur Gothic-Ausrichtung der Band: Dunkle Romantik trifft auf eine unheimliche Stimmung und schwere Gitarren. Damit ist der Song ein guter Tipp für alle, die bei Horror nicht nur an Slasher und blutige Masken denken, sondern auch auf Vampire, gotische Bilderwelten und übernatürlichen Schrecken stehen.
Ice Nine Kills – „The Shower Scene“
Inspiriert von: Psycho
Manche Horror-Szenen sind so legendär, dass sie selbst Menschen kennen, die den dazugehörigen Film nie gesehen haben. Die Duschszene aus Alfred Hitchcocks Psycho ist genau so ein Fall. Der Film von 1960 hat das Thriller- und Horrorkino nachhaltig geprägt und Norman Bates zu einer der bekanntesten Figuren des Genres gemacht.
Auf ihrem Album The Silver Scream 2: Welcome to Horrorwood greifen Ice Nine Kills diese Filmgeschichte mit „The Shower Scene“ auf. Der Song verbindet die theatralische Erzählweise der Band mit einer düsteren, bedrohlichen Atmosphäre. Dabei geht es nicht einfach nur um Schockmomente, sondern auch um die psychologische Spannung, die Psycho bis heute so wirkungsvoll macht.
The Ramones – „Pet Sematary“
Geschrieben für: Pet Sematary
Auch Punkrock hat eine lange Verbindung zum Horror-Kino. Ein gutes Beispiel dafür sind The Ramones mit „Pet Sematary“, das für die Verfilmung von Stephen Kings gleichnamigem Roman aus dem Jahr 1989 geschrieben wurde. Die Geschichte dreht sich um einen Friedhof, auf dem begrabene Lebewesen zurückkehren können, allerdings nicht unbedingt so, wie man es sich wünschen würde.
Im Gegensatz zu vielen anderen Songs auf dieser Liste setzt „Pet Sematary“ nicht auf extreme Härte, sondern auf einen melodischen, melancholischen Punkrock-Sound. Gerade dieser Kontrast funktioniert: Die eingängige Melodie trifft auf eine Geschichte, deren düstere Konsequenzen immer weiter nachhallen. Der Song ist damit ein Beispiel dafür, wie ein Horrorfilm auch abseits von Metal und Hardcore musikalisch aufgegriffen werden kann.
Orange Goblin – „The Fog“
Inspiriert von: The Fog
Nicht jeder Horrorfilm-Song muss auf Vollgas setzen. Orange Goblin widmen sich mit „The Fog“ dem gleichnamigen Geisterfilm von John Carpenter aus dem Jahr 1980. Darin zieht ein unheimlicher Nebel über eine Küstenstadt und bringt eine tödliche Bedrohung mit sich. Die Geschichte setzt weniger auf einen einzelnen Killer als auf eine stetig wachsende, übernatürliche Gefahr.
Musikalisch passt das hervorragend zum Stoner Metal der britischen Band. Der Song stammt vom Album A Eulogy for the Damned und kombiniert schwere Grooves mit einer düsteren, leicht schleppenden Atmosphäre. Damit zeigt „The Fog“, dass Horror-Inspiration nicht zwangsläufig in Deathcore-Breakdowns oder rasenden Gitarren enden muss. Manchmal reicht schon ein bedrohlicher Groove, um die passende Stimmung zu erzeugen.
Deicide – „Dead by Dawn“
Inspiriert von: The Evil Dead
Ein abgelegenes Haus im Wald, ein altes Buch und dämonische Kräfte, die besser nicht geweckt worden wären: Sam Raimis The Evil Dead hat mit seiner Mischung aus übernatürlichem Horror und blutigen Effekten längst Kultstatus erreicht. Die Geschichte rund um die dämonischen Mächte eignet sich natürlich auch für extremere musikalische Interpretationen.
Deicide greifen den Film mit „Dead by Dawn“ auf ihrem Debütalbum Deicide auf. Der Track bringt die düstere, dämonische Atmosphäre des Films in kompromisslosen Death Metal. Statt sich lange mit subtiler Spannung aufzuhalten, setzt die Band auf aggressive Vocals, rasende Drums und eine entsprechend finstere Stimmung. Für Fans von extremem Metal und klassischem Horror ist diese Kombination besonders reizvoll.
Von Slashern bis Dämonen: Horror und harte Musik gehören zusammen
Ob Freddy Krueger, Jason Voorhees oder dämonische Kräfte aus dem Wald: Horrorfilme liefern seit Jahrzehnten Stoff für Songs aus Metal, Punk und Hardcore. Während Ice Nine Kills ganze Alben rund um bekannte Filme aufbauen, zeigen Bands wie Chat Pile, Orange Goblin oder Deicide, wie unterschiedlich sich die düsteren Vorlagen musikalisch umsetzen lassen.
Und natürlich ist diese Liste längst nicht vollständig. Gerade im Horror-Punk, Death Metal und Industrial Metal gibt es noch viele weitere Songs, die sich mit Kultfilmen, Monstern und unheimlichen Geschichten beschäftigen. Wenn du also den nächsten Horrorfilm-Abend mit der passenden Playlist begleiten willst, hast du hier schon einmal einen ziemlich guten Startpunkt.
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