Bild: Acres [Kieran Gallop, Offizielles Pressebild]
Manchmal braucht es gar nicht viel, um einen Song unter die Haut gehen zu lassen: ein paar atmosphärische Gitarren, emotionale Vocals und dann plötzlich ein Breakdown, der alles mit voller Wucht aufbricht. Diese Mischung beherrschen Acres ziemlich gut. Die britische Band verbindet melodischen Post-Hardcore mit modernem Metalcore und Texten, die sich mit Verlust, Selbstzweifeln und persönlichen Krisen beschäftigen. Mit ihrem Album The Host hat die Kombo ihren Sound 2025 weiterentwickelt und sich noch einmal von ihrer härteren Seite gezeigt. Grund genug also, die Truppe genauer unter die Lupe zu nehmen!
Wer sind Acres?
Acres kommen aus Portsmouth in England und sind bereits seit 2011 aktiv. In den vergangenen Jahren hat die Band einige musikalische Veränderungen durchgemacht. Während die frühen Veröffentlichungen noch stärker im Screamo und melodischen Hardcore verwurzelt waren, entwickelte sich der Sound mit der Zeit in Richtung Post-Hardcore und Alternative Metal. Vor allem der Wechsel am Gesang im Jahr 2015 prägte diese Entwicklung: Ben Lumber brachte mehr cleane Vocals und melodische Elemente ein, die bis heute einen wichtigen Teil des Sounds ausmachen.
Mit ihrem Debütalbum Lonely World aus dem Jahr 2019 machte die Band deutlich, wie gut sich atmosphärische Passagen, emotionale Melodien und härtere Ausbrüche miteinander verbinden lassen. 2023 folgte Burning Throne, auf dem Acres ihren Sound weiter in Richtung Alternative Metal und modernen Metalcore ausbauten. Spätestens hier wurde klar, dass die Band keine Angst davor hat, neue musikalische Wege einzuschlagen.
Zwischen Post-Hardcore, Metalcore und großen Emotionen
Musikalisch bewegen sich Acres zwischen Post-Hardcore, melodischem Metalcore und Alternative Metal. Die Songs leben von diesem Wechselspiel aus ruhigen, atmosphärischen Momenten und heftigen Ausbrüchen. Mal stehen cleane Vocals und große Refrains im Mittelpunkt, dann wird es wieder deutlich düsterer und schwerer. Eine Dynamik, die dafür sorgt, dass die Musik der Briten sowohl emotional als auch mitreißend klingt.
Wenn du auf Bands stehst, die eingängige Melodien mit schweren Gitarren verbinden, dürften Acres bei dir offene Türen einrennen. Einflüsse aus dem Post-Hardcore treffen auf moderne Metalcore-Elemente, ohne dass die Band dabei ihre melodische Seite verliert. Statt permanent auf Härte zu setzen, lassen die Musiker ihren Songs Raum zum Atmen – nur um im nächsten Moment wieder ordentlich nach vorne zu gehen.
Zum Einstieg empfehlen sich „Lonely World“, „My Everything“ und „Nothing.“. Die Tracks zeigen unterschiedliche Facetten der Band und machen deutlich, wie gut Acres emotionale Vocals mit druckvollen Instrumentals kombinieren. Wenn du etwas tiefer in die neuere, härtere Phase eintauchen möchtest, solltest du außerdem „Bloodlust“, „Staring At The Sun“ und „Built To Bleed“ auf deine Playlist setzen.
The Host: Wenn persönliche Themen auf schwere Riffs treffen
Mit The Host veröffentlichten Acres im Mai 2025 ihr drittes Studioalbum. Die Platte knüpft an die Entwicklung von Burning Throne an und führt den Sound der Band konsequent weiter. Die Gitarren klingen druckvoller, die Produktion ist modern und die Songs wechseln zwischen melodischen Hooks und schweren Passagen. Gleichzeitig bleibt der emotionale Kern erhalten, der Acres schon seit ihren früheren Veröffentlichungen auszeichnet.
Inhaltlich geht es auf The Host um schwierige Gefühle, innere Konflikte und persönliche Erfahrungen. Songs wie „Bloodlust“ und „Staring At The Sun“ zeigen, wie die Band solche Themen in mitreißende Tracks übersetzt. Dabei setzen Acres nicht einfach nur auf düstere Stimmung, sondern schaffen es, ihren Songs eine gewisse Größe zu verleihen. Gerade die Refrains bleiben hängen, während die härteren Passagen für die nötige Wucht sorgen.
Auch „Push Me Away“, bei dem Landon Tewers von The Plot In You als Gast zu hören ist, passt gut in dieses Bild. Die Zusammenarbeit bringt zwei musikalische Welten zusammen, die sich in ihrer Mischung aus emotionaler Intensität und modernem Metalcore durchaus nahe sind.
Neue Versionen und ein HIM-Cover: The Host bekommt Nachschub
Für Fans der Band gibt es auch 2026 Neues zu entdecken. Am 6. November erscheint eine weitere Deluxe Edition von The Host, die zusätzliche Songs und alternative Versionen zusammenbringt. Mit dabei ist unter anderem eine Coverversion von „Buried Alive By Love“ der finnischen Band HIM. Außerdem enthält die erweiterte Veröffentlichung zusätzliche Tracks wie „Leave You To Rot“, „A Different Shade Of Misery“ und „Deadweight“ sowie akustische Versionen und einen Remix von „Bloodlust“ durch deletetheinternet.
Acres live: Die Briten sind in Europa unterwegs
Wer Acres nicht nur über Kopfhörer erleben möchte, hat im Herbst 2026 die Gelegenheit dazu. Mit ihrer The Host UK/EU Tour ist die Band derzeit auf ihrer ersten Headliner-Tour seit drei Jahren unterwegs. Mit dabei sind Wayside, What Lies Below und Lifespark.
Auch in Deutschland stehen mehrere Shows auf dem Plan. Die verbleibenden Termine sind:
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29. Oktober 2026: München, Feierwerk
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31. Oktober 2026: Köln, Helios37
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1. November 2026: Wiesbaden, Schlachthof
Deshalb solltest du Acres auf dem Schirm haben
Acres sind eine gute Anlaufstelle für alle, die modernen Metalcore mögen, aber auch auf melodische und atmosphärische Passagen stehen. Wenn du Bands wie The Plot In You, Holding Absence oder Bury Tomorrow feierst, könnte die britische Kombo genau deinen Geschmack treffen. Die Mischung aus emotionalem Gesang, druckvollen Gitarren und eingängigen Refrains funktioniert sowohl für ruhigere Momente als auch für den nächsten Moshpit.
Besonders spannend ist die Band für alle, die ihre Musik gerne mit persönlichen Themen verbinden. Die Texte drehen sich um Verlust, innere Konflikte und schwierige Beziehungen, ohne dass die Songs dabei ihre Energie verlieren. Acres schaffen es, Verletzlichkeit und Härte miteinander zu verbinden – und genau das macht ihren Sound so zugänglich.
Mit der kommenden Deluxe Edition von The Host und ihrer aktuellen Europatour gibt es gleich mehrere Gründe, sich näher mit der Band zu beschäftigen. Wenn du also Bock auf modernen Metalcore mit einer emotionalen Seite hast, solltest du Acres definitiv auf deine Playlist setzen!

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