Bild: Marina Hunter [Offizielles Pressebild]
Mittlerweile ist KI-Musik absolut keine Seltenheit mehr. Noch dazu wird sie von vielen No-Name Generierern missbraucht, um selbst an Geld zu kommen - und das auf Kosten von realen Personen. Es haben sich bereits Bands aus der Metal- und Core-Szene wie Anthrax, While She Sleeps, Thy Art Is Murder, The Ghost Inside und viele mehr mit Statements zu Fake-Musik gemeldet, die unter ihrem Namen auf Spotify veröffentlicht wurde: Es gab eine richtige Welle im Sommer 2024. Und auch 2025 wurden laut Spotify über 75 Millionen solcher KI-Tracks wieder vom Streaming-Anbieter gelöscht.
Nun ist auch Slipknot-Sänger Corey Taylor mit seiner Solo-Seite betroffen. Wer unter neuen Releases stöbert, findet gleich eine ganze Reihe extrem auffälliger KI-generierter Coverbilder, die teils nichtmal auf seinen Namen angepasst wurden. Stattdessen steht dort zum Beispiel Metallica…

Spotify äußerten sich bereits öffentlich mit den folgenden Worten:
„Das Innovationstempo rund um generative KI-Technologie ist aktuell jedoch besonders hoch und kann Kreative mitunter verunsichern. Im besten Fall eröffnet KI Künstler*innen völlig neue Wege, Inhalte zu erschaffen, während Technologie Hörer*innen hilft, diese zu entdecken. Im schlimmsten Fall nutzen sogenannte „Bad Actors“ oder Content-Farmen KI, um Hörer*innen zu täuschen und minderwertige Inhalte ins Ökosystem zu bringen. Das kann authentische Künstler*innen ausbremsen, die gerade dabei sind, ihre Karriere aufzubauen.
Diese Art von schädlichen KI-Inhalten beeinträchtigt das Nutzererlebnis für Hörer*innen und versucht häufig, Tantiemen unrechtmäßig umzuleiten. [...]
Wir sehen eine Zukunft, in der Künstler*innen und Produzent*innen selbst bestimmen, ob und wie sie KI in ihre kreativen Prozesse einbinden. Wie immer überlassen wir ihnen diese kreativen Entscheidungen. Gleichzeitig arbeiten wir kontinuierlich daran, sie vor Spam, Identitätsmissbrauch sowie Betrug zu schützen, während wir Hörer*innen noch mehr Transparenz über die Musik auf Spotify bieten.”
Mit so einem KI-Ansturm auf zahlreiche Künstler ist leider auch in Zukunft noch viel zu rechnen, trotz den von Spotify bereits angekündigten neuen Schutzmaßnahmen.
Schlussendlich lohnt es sich, weiterhin achtsam mit neuen Releases umzugehen.