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11 Bands wie Korn: Diese Acts sind genauso stark wie die Nu Metal-Pioniere

Korn haben die Musiklandschaft geprägt wie kaum eine zweite Band und den Nu Metal definiert. Diese 11 Bands haben einen ebenso großen Einfluss auf die moderne Szene.

Bild: Korn [Tim Saccenti]

Korn haben den Nu Metal geprägt wie kaum eine zweite Band. Man sagt der Band um Frontmann Jonathan Davis sogar nach, dass sie das Genre erfunden haben. Der Release ihres Selftitled-Albums 1994 markierte zumindest die Geburtsstunde eines Musikgenres, das bis dato noch gar kein Label hatte, allerdings unzählige Bands danach prägen sollte. Innovation und Mut sind aber beides Eigenschaften, die nicht nur Korn, sondern auch einige weitere Acts aus der Szene an den Tag legen. Wir denken, diese 11 Bands können mit den Nu Metal-Pionieren mithalten!

Spiritbox

Heaviness trifft Atmosphäre: Das, was Korn mit ihrer Musik und ihrer Produktion bereits seit mehr als drei Jahrzehnten konsequent durchziehen, haben sich Spiritbox in den letzten Jahren ebenfalls zu eigen gemacht. Die Band um Sängerin Courtney LaPlante schafft mit ihrer Musik eine einzigartige Umgebung, der man sich richtig hingeben kann. Emotionen stehen hier ganz oben auf dem Plan. Korn haben Spiritbox musikalisch übrigens sehr stark beeinflusst, das ähnliche Feeling in der Musik kommt somit nicht von ungefähr. Außerdem war man bereits zusammen auf Tour. Perfect match!

Bad Omens

“Einfach mal machen!” Das war nicht nur die Devise von Korn, als sie Anfang der 1990er den Nu Metal quasi erfunden haben; auch Bad Omens verfolgen diesen Plan sehr konsequent. Die Band um Fronter Noah Sebastian hat ihren eigenen Stil gefunden, doch wirklich definieren kann man ihn nicht. Hier werden fröhlich verschiedene Einflüsse miteinander kombiniert und die ergeben einen ganz wundervollen Sound. Definiert ist dieser noch nicht, aber wozu dem Ganzen auch ein Label geben? Jonathan Davis mochte “Nu Metal” als Bezeichnung ebenfalls nie. Man kann Kunst ja auch einfach mal Kunst sein lassen.

Poppy

Was passiert, wenn man sich komplett von Genregrenzen löst? Genau das, was uns Poppy eindrucksvoll zeigt. Die Künstlerin kombiniert Metal, Industrial, Pop und elektronische Einflüsse zu einem Sound, der sich nicht festnageln lässt. Gut so! Genau das haben Korn auch gemacht: einfach ihr eigenes Ding durchziehen, egal, ob es irgendwo reinpasst oder nicht. Diese Experimentierfreude und der Mut, Konventionen zu brechen, machen Poppy zu einer der spannendsten Figuren der modernen Heavy Music.

Northlane

Northlane stehen für die moderne Weiterentwicklung dessen, was der Nu Metal einst angestoßen hat. Die US-Band verbindet schwere Riffs mit elektronischen Elementen und einer dichten, gar futuristischen Atmosphäre. Gerade auf neueren Releases wird deutlich, wie stark hier mit Sounddesign gearbeitet wird. Ähnlich wie Korn setzen Northlane nicht nur auf Härte, sondern auf ein Gesamtgefühl, das sich durch die Songs zieht und den Hörer komplett einnimmt.

Fever 333

Fever 333 bringen die rohe Energie und die Attitüde zurück, die auch Korn in ihren Anfangstagen ausgezeichnet hat. Die Band um Jason Aalon Butler ist vor allem eines: laut und politisch aufgeladen. Die Band verbindet Rap, Hardcore und Industrial zu einem explosiven Mix, der ein direktes Ventil für Wut und Frustration ist - nicht nur für die Bandmitglieder selbst, sondern auch für die Hörer:innen. Dieses ungefilterte Gefühl war schon immer ein zentraler Bestandteil von Nu Metal.

Loathe

Loathe beweisen gekonnt, wie atmosphärisch und gleichzeitig heavy moderner Metal klingen kann. Die Band wird oft mit Deftones verglichen und das kommt nicht von ungefähr. Zwischen brachialen Ausbrüchen und fast schon verträumten Klangflächen entsteht ein Sound, der stark auf Emotion und Stimmung setzt. Eine Mischung, die in der frühen Alternative Metal-Szene, in der auch Korn sowie die Deftones Fuß gefasst haben, stets präsent war.

Bring Me The Horizon

Wenn wir über Experimentierfreude und eine starke Weiterentwicklung des eigenen Sounds sprechen, dürfen wir Bring Me The Horizon definitiv nicht außer Acht lassen. Oli Sykes und Co. sind das Paradebeispiel dafür, wie sich ein Sound über Jahre hinweg weiterentwickeln kann. Genau wie Korn haben sie nie an einer Stelle verharrt, sondern sich immer wieder neu erfunden. Von rohem Deathcore bis hin zu elektronisch geprägten Songs mit großen Hooks ist hier alles dabei. Offenheit gegenüber neuen Einflüssen und das bewusste Überschreiten von Genregrenzen verbindet die Band stark mit dem ursprünglichen Spirit des Nu Metal.

Sleep Token

Sleep Token gehen das Game “Genres mixen” noch mal GANZ anders an. Manchmal wechselt die Kombo um Fronter Vessel sogar im gleichen Song mehrfach das Genre. Ganz große Kunst! Außerdem steht hier weniger die reine Härte im Fokus, sondern vielmehr Emotion und ein durchgehendes, atmosphärisches Konzept. Die britische Band verbindet unterschiedlichste Stile miteinander und schafft so einen Sound, der sich schwer bis gar nicht einordnen lässt. Crossover at its best!

Tallah

Tallah bringen den vielleicht direktesten Throwback in unserer Aufzählung zum klassischen Nu Metal. Chaotisch, aggressiv und ganz bewusst überdreht: Der Sound der Band erinnert stark an die frühen Tage von Korn. Vor allem Frontmann Justin Bonitz sorgt mit seiner unberechenbaren Performance für genau das Maß an Wahnsinn, das man aus den Anfangsjahren des Genres kennt. Hier geht es weniger um Perfektion, sondern vielmehr um maximale Energie und Emotion von ganz tief aus der Seele.

Paleface Swiss

Paleface Swiss übertragen die rohe Wut des Nu Metal in einen modernen, deutlich härteren Kontext. Die Schweizer Band verbindet Deathcore und Beatdown mit einem starken Fokus auf Groove und Rhythmus und damit Elemente, die auch bei Korn schon immer zentral waren. Das Ergebnis ist ein Sound, der extrem intensiv wirkt und gleichzeitig diese “Direkt in die Magengrube“-Attitüde mitbringt, die viele Fans von Nu Metal lieben.

President

President gehören zu den spannendsten neueren Acts, wenn es um Atmosphäre und Inszenierung geht. Viele Elemente rund um die Band wirken bewusst geheimnisvoll, was dem Gesamtbild eine zusätzliche Tiefe verleiht. Musikalisch treffen hier moderne Metal-Elemente auf dichte Soundwelten und ein starkes Gefühl für Dramaturgie. Genau wie bei Korn geht es auch hier nicht nur um einzelne Songs, sondern um ein Gesamtwerk, das man als Hörer:in erleben soll.

Julia
Geschrieben von

Julia

Hey, ich bin Julia und schon lange redaktionell in der Szene tätig. "It was never just a phase, mom" - von Metalcore über Emo bis hin zu Nu Metal liebe und lebe ich seit meiner Jugend alles, womit ich meine Emotionen in jeder Lebenslage gut herausschreien kann. Wenn ich die Musik gerade nicht höre, halte ich mich mit News und Trends aus der Szene up to date. Man trifft mich außerdem oft auf Konzerten und Festivals oder mit meinem Hund bei ausgedehnten Gassigängen im Feld.