Bild: YouTube / "The Rolling Stones - Start Me Up (Sweet Summer Sun - Hyde Park)"
The Rolling Stones gehören zu den größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten. Seit ihrer Gründung Anfang der 1960er Jahre haben Mick Jagger, Keith Richards und Co. nicht nur die Rockmusik geprägt, sondern gleich mehrere Generationen Musikhörer:innen begleitet und Musiker:innen geprägt. Rock ’n’ Roll, Blues, ein Hauch Rebellion und jede Menge Attitüde: die Zutaten für ihren Erfolg sind so simpel wie effektiv und machen sie heute zu einen der ganz Großen.
Auch mehr als 60 Jahre nach ihrer Gründung denkt die Band noch lange nicht ans Aufhören. Mit ihrem neuen Album Foreign Tongues kündigen die Stones ihren nunmehr 25. (!) Longplayer für den 10. Juli 2026 und damit das nächste Kapitel ihrer beeindruckenden Karriere an. Grund genug für uns, einen Blick zurück auf die Songs zu werfen, die die Band in 6 Jahrzehnten Musikkarriere zu Legenden gemacht haben.
(I Can’t Get No) Satisfaction (1965)
Der wohl bekannteste Song der Stones und gleichzeitig einer der wichtigsten Tracks der Rockgeschichte. Das ikonische Gitarrenriff von Keith Richards soll ihm der Legende nach im Schlaf eingefallen sein. So möchten wir auch mal träumen! “Satisfaction” wurde 1965 zum internationalen Durchbruch der Band und landete sowohl in den USA als auch in ihrer Heimat UK auf Platz 1 der Charts. Thematisch hat der Track bis heute Relevanz, denn er setzt sich inhaltlich mit Konsum, Werbung und Frustration auseinander.
Paint It Black (1966)
Hypnotisch und für damalige Verhältnisse ziemlich experimentell. “Paint It Black” fällt vor allem durch den Einsatz einer Sitar auf, die dem Song seinen markanten Sound verleiht. Inhaltlich geht es um Verlust und eine tiefgehende innere Leere, was musikalisch perfekt eingefangen wird. Der Track wurde zu einem der ersten großen Beispiele dafür, wie Musik auch komplexere Emotionen transportieren kann.
Sympathy for the Devil (1968)
Ein provokanter und musikalisch außergewöhnlicher Song aus der Perspektive des Teufels. “Sympathy for the Devil” kombiniert Rockstrukturen mit lateinamerikanischen Rhythmen und entwickelt sich im Verlauf immer weiter. Lyrisch streift der Track historische Ereignisse und stellt unbequeme Fragen über Gut und Böse. Die Mischung aus musikalischer Innovation und lyrischer Tiefe macht den Song zu einem der spannendsten Werke von The Rolling Stones.
Gimme Shelter (1969)
“Gimme Shelter” gilt für viele Fans als einer der besten Songs der Band - aus gutem Grund. Die 60er Jahre waren geprägt von Krieg, Unruhen, gesellschaftlichen Wandel und Aufbruch und der Track greife die Stimmung des Jahrzehnts perfekt ein. Besonders hervorzuheben ist hier der eindringliche Background-Gesang von Merry Clayton, der dem Song eine zusätzliche emotionale Wucht verleiht.
You Can’t Always Get What You Want (1969)
Das Stück zeigt, wie vielfältig die Stones sein können. Mit Chor-Intro, ruhigen Passagen und einem epischen Aufbau hebt sich das Stück deutlich vom klassischen Rock ’n’ Roll-Sound der Band ab. Wie der Titel schon verrät, geht es hier darum, dass man nicht immer das bekommt, was man möchte, dafür aber manchmal genau das, was man braucht. Sehr deep und sehr, sehr wahr.
Brown Sugar (1971)
“Brown Sugar” steht sinnbildlich für den Sound der Stones in den frühen 70ern: roh, direkt, energetisch. Der Song eröffnet das Album Sticky Fingers und zählt bis heute zu den meistgespielten Tracks der Band! Musikalisch überzeugt er mit treibenden Riffs und einem starken Groove, während die Lyrics – typisch Stones – auch kontrovers diskutiert wurden. Schau mal rein. Ein echter Klassiker, der live bis heute hervorragend funktioniert.
Angie (1973)
Mit “Angie” zeigen die Stones ihre verletzliche Seite. Die Ballade gehört zu den bekanntesten ruhigeren Songs der Band und erreichte weltweit hohe Chartplatzierungen. Getragen von Akustikgitarre und emotionalem Gesang erzählt der Track von Liebe und Verlust. Hachja, wer kennt es nicht? Die musikalische Reduktion auf das Wesentliche sorgt dafür, dass der Song auch Jahrzehnte später noch eine starke Wirkung entfaltet.
Start Me Up (1981)
Ein Song, der wie gemacht ist für große Bühnen: “Start Me Up” gehört zu den bekanntesten Tracks der 80er-Phase der Stones und ist bis heute ein fester Bestandteil ihrer Liveshows. Ursprünglich war er sogar als Reggae-Track gedacht, entwickelte sich dann aber zu dem energiegeladenen Rocksong, den wir heute kennen. Eingängig und mit einem sofort wiedererkennbaren Groove ist er ein echter Dauerbrenner.
Miss You (1978)
Mit “Miss You” haben The Rolling Stones bewiesen, dass sie sich auch an neue Trends anpassen können. Der Song ist stark von Disco-Einflüssen geprägt und entstand in einer Zeit, in der genau dieser Sound die Clubs dominierte. Trotzdem bleibt der typische Stones-Charakter erhalten. Der Track wurde ein großer kommerzieller Erfolg und zeigt, wie flexibel die Band über die Jahrzehnte hinweg geblieben ist.
Wild Horses (1971)
Ein ruhiger, fast schon zerbrechlicher Song, der zu den emotionalsten Momenten der Band gehört. “Wild Horses” lebt von seiner Schlichtheit und der ehrlichen Performance von Mick Jagger. Die Entstehungsgeschichte ist eng mit persönlichen Erfahrungen der Band verknüpft, was dem Track eine zusätzliche Tiefe verleiht. Weniger ist eben doch manchmal mehr.
Wenn du tiefer in die Diskografie der The Rolling Stones eintauchst, wirst du schnell merken: Diese zehn Songs sind nur die Spitze des Eisbergs. Doch sie zeigen ziemlich gut, warum die Band auch heute noch zu den ganz Großen gehört.