Bild: Bring Me The Horizon Live [Cat Eye Photography]
Throwback ins Jahr 2006. Ein Jahr, das einige legendäre Alben im Rock- und Metalbereich hervorgebracht hat. Alben, die auch heute noch wahre Evergreens sind und als Meilensteine einiger Bands und Künstler:innen gelten und ihre jeweiligen Genres maßgeblich geprägt haben.
Dieses Jahr feiern genau diese Longplayer ihren 20. Geburtstag. Grund genug für uns, zurückzuschauen und einige dieser Platten genauer zu beleuchten.
Bring Me The Horizon - Count Your Blessings
Kaum eine Band in der modernen Alternative-Szene hat einen krasseren Wandel durchgemacht als Bring Me The Horizon. 2006 starteten Oli Sykes und Co. mit rohem Deathcore in „unserer“ Szene durch und veröffentlichten ihr Erstlingswerk Count Your Blessings. Hiermit legten sie den Grundstein für eine steile Karriere. Das Debütalbum feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag und wird anlässlich dessen auch noch mal neu aufgelegt. Auch wenn sich BMTH musikalisch inzwischen ganz woanders befinden, gehören Songs wie „Pray For Plagues“ auch heute noch zu den Setlists der Live-Shows der Briten – und die Fans feiern es.
Hatebreed - Supremacy
2006 brachten Hatebreed ihr nunmehr viertes Studioalbum Supremacy raus und damit die erste Scheibe, die auch internationale Charterfolge feiern konnte. Es war außerdem die erste und letzte Veröffentlichung über Roadrunner Records – scheinbar keine allzu zufriedenstellende Zusammenarbeit, trotz des Erfolgs des Longplayers. Die ersten Veröffentlichungen von Supremacy posteten Hatebreed damals übrigens auf ihrer MySpace-Seite … Wenn du jetzt keine riesengroße Nostalgie verspürst, dann wissen wir auch nicht.
In Flames - Come Clarity
2006 veröffentlichten In Flames mit Come Clarity bereits ihr achtes Studioalbum. Die Scheibe stellte damals den ersten Release der schwedischen Band dar, der in ihrer Heimat auf Platz 1 der Albumcharts ging. Musikalisch ging es für Anders Fridén und Co. auf Come Clarity mit einer etwas härteren Gangart als auf den direkten Vorgängern wieder ein bisschen back to the roots. Der darauf befindliche Track „Take This Life“ gehört noch heute zu den meistgestreamten Songs auf Spotify.
My Chemical Romance - The Black Parade
Das hohe G. Eine Note, die alle Emo-Fans schneller zusammenbringt als schwarzer Kajal im Sonderangebot. 2006 veröffentlichten My Chemical Romance mit The Black Parade ihr drittes Studioalbum und gleichzeitig ihr bis heute kommerziell erfolgreichstes. Die Post-Hardcore-Band um Frontmann Gerard Way war insbesondere in der Emo-Szene schon durch ihre Vorgängerwerke bekannt, konnte mit The Black Parade aber noch mal richtig einen landen. Der Titeltrack „Welcome To The Black Parade“ gilt bis heute als DIE Emo-Hymne schlechthin, und auch Tracks wie „Teenagers“ oder „I Don’t Love You“ werden auf jeder Emo-Party noch lautstark mitgesungen (oder geweint).
Trivium - The Crusade
2006 brachten Trivium ihr drittes Album The Crusade auf den Markt – und das gerade mal eineinhalb Jahre nach dem Release ihres Hitalbums Ascendancy. Die Scheibe stellte damals eine musikalische Zäsur für die Band um Sänger Matt Heafy dar, denn während man zuvor vor allem dem Metalcore zugewandt war, setzte man hier erstmals stärker auf Thrash Metal-Elemente. Auch die Screams von Heafy, die man aus den ersten beiden Platten kannte, waren nahezu verschwunden. Mit The Crusade erzielten Trivium erstmals nennenswerte Charterfolge.
All Shall Perish - The Price Of Existence
All Shall Perish sind eigentlich bereits seit 2002 in der Szene unterwegs, waren allerdings immer mal mehr und mal weniger aktiv. 2020 legte man sogar eine Pause ein, kehrte 2024 allerdings zurück. Immerhin vier Alben können die US-Amerikaner ihr Eigen nennen, und von diesen erschien 2006 der zweite Longplayer The Price Of Existence. Das Werk stellte den ersten vollwertigen Output der Band mit Eddie Hermida (Suicide Silence) dar. Das Album wird heute gerne als eine der wichtigsten LPs im Deathcore bezeichnet und definierte das Genre in den frühen 2000ern maßgeblich mit.
Billy Talent - Billy Talent II
Billy Talent hatten in ihrer Anfangszeit vor allem eines: keinen Bock auf kreative Albumnamen. Und so nannten die Kanadier ihre ersten drei Major-Releases einfach Billy Talent, Billy Talent II und Billy Talent III. Die zweite Scheibe in dieser Reihe erblickte 2006 das Licht der Welt und wird somit dieses Jahr ebenfalls 20 Jahre alt. Dabei handelte es sich streng genommen aber gar nicht um das zweite Studioalbum, sondern um das dritte, denn vor Billy Talent brachte das Quartett bereits 1999 die Platte Watoosh! auf den Markt – damals noch unter dem Bandnamen Pezz. Billy Talent II von 2006 jedenfalls brachte der Band um Sänger Benjamin Kowalewicz den endgültigen Durchbruch. Songs wie „Devil In A Midnight Mass“, „Red Flag“ oder „Surrender“ waren plötzlich mainstreamtauglich und liefen im Musikfernsehen und sogar auf einigen Radiosendern rauf und runter. Dieses Jahr spielen die Herren auch einige Jubiläumsshows zum 2006er Release!
Red Hot Chili Peppers - Stadium Arcadium
Die Red Hot Chili Peppers lieferten 2006 so richtig ab. Stadium Arcadium stellte das bis dahin erfolgreichste Werk der Band um Sänger Anthony Kiedis dar, denn das Album kletterte in allen relevanten Musikmärkten auf Platz 1, auch in den USA. Der Output brachte Songs wie „Dani California“, „Tell Me Baby“ und „Snow (Hey Oh)“ hervor, bei denen du wahrscheinlich schon beim Lesen der Titel einen Ohrwurm hast. Kurz nach der Tour zu Stadium Arcadium stieg Gitarrist John Frusciante aus. 2019 kehrte er wieder zur Band zurück.
Yellowcard - Lights And Sounds
Anfang der 2000er haben uns Yellowcard ordentlich einen gegeigt – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Band um Frontmann Ryan Key arbeitet bekanntermaßen gerne mit Violinen in ihrer Musik, wie sich u. a. auf dem 2006 veröffentlichten Longplayer Lights And Sounds zeigt. Das nunmehr fünfte Studioalbum der Kombo ist der Nachfolger von Ocean Avenue und trat damals in sehr große Fußstapfen. Gefüllt werden konnten diese allemal, wie man allein an den Charterfolgen der LP sehen konnte. Die Scheibe ist ein Konzeptalbum, das den Entstehungsprozess des Werks und die damit verbundenen Emotionen der Band widerspiegeln soll.