Spiritbox, Jinjer and Dying Wish on Tour in Germany: Our Frankfurt Show Review

Spiritbox, Jinjer und Dying Wish in Deutschland auf Tour: So war das Konzert in Frankfurt

Spiritbox sind mit ihrem aktuellen Album Tsunami Sea auf Tour. Mit dabei sind Jinjer und Dying Wish. Die Show in Frankfurt haben wir uns nicht entgehen lassen. So war es!

Enter Shikari legen nach 2027 eine Pause auf unbestimmte Zeit ein Du liest Spiritbox, Jinjer und Dying Wish in Deutschland auf Tour: So war das Konzert in Frankfurt 4 Minuten

Bild: Spiritbox live @ Rock am Ring 2025 [Jonas Tellkamp, @bookings_always_closed]

Es ist zwar schon gut eineinhalb Jahre her, dass Spiritbox ihr aktuelles Album Tsunami Sea auf den Markt gebracht haben, doch für eine ausgiebige Release-Tour ist es ja bekanntlich nie zu spät, oder? Und so begab es sich, dass sich die Band um Sängerin Courtney LaPlante mit dem europäischen Part ihrer Live-Rutsche nun auch wieder nach Deutschland begab. Bereits vor Release der aktuellen LP waren sie im vergangenen Jahr für einige wenige Shows hierzulande zu Gast. Dato spielten sie exklusiv in Frankfurt im Zoom Club vor rund 500 Besucher ziemlich “understatement” - jetzt verkauften sie die Jahrhunderthalle in “Mainhattan” aus und lockten bei einem nahezu ausverkauften Konzert beinahe zehnmal so viele Gäste an. Bei dem Tour-Package allerdings auch kein Wunder, denn Spiritbox hatten nicht nur ihr aktuelles Album, sondern auch Jinjer und Dying Wish für das Vorprogramm dabei.

Dying Wish

Pünktlich um 19 Uhr ging es los mit dem halbstündigen Set von Dying Wish. Die Metalcore/Hardcore-Band durften wir während des Festivalsommers schon einige Male live sehen, u.a. bei Rock am Ring und beim Mvrksfest von Landmvrks, doch langweilig wird es nie. Energetisch wie eh und je legte die US-Kombo um Sängerin Emma Boster direkt los und startete zu Beginn gleich mal mit einer Wall Of Death. Entspannter Mittwochabend eben. Eine halbe Stunde Set mit acht Songs aus ihren bisher drei Studioalben gab die Truppe zum Besten und es wurde zu Hits wie “Symptoms Of Survial” oder “Cowards Feed, Cowards Bleed” wild gemosht, gecirclet, gecrowdsurft und ge-wall-of-deatht. Die Luft in der Jahrhunderthalle war bereits nach dem Opener gut erhitzt.

Jinjer

Wenn man den Gesprächen im Publikum Glauben schenken durfte, waren viele Besucher auch wegen der zweiten Band des Abends gekommen. Mit Jinjer hatten sich Spiritbox eine wahre Metal-Größe mit an Bord geholt. Die beiden Acts teilten sich bei dieser Tour nicht das erste Mal die Bühne - auch bei zurückliegenden Touren und Festivals traten sie gemeinsam auf und die beiden Sängerinnen Courtney LaPlante und Tatiana Shmayluk unterstützten sich sogar häufig gegenseitig bei ihren Songs.

Musikalisch gehen Jinjer in eine etwas andere Richtung. Sie mischen Groove Metal mit Progressive und Djent und sind im Vergleich zur ersten Band somit deutlich vertrackter und weniger flott unterwegs, doch das tat der Stimmung keinen Abbruch, ganz im Gegenteil. Das Publikum war bei Songs wie “Pisces”, “Duél” oder “Judgement (& Punishment)” textsicher am Start. Sängerin Tati glänzte in jeglicher Hinsicht. Ein sehr starkes Set!

Spiritbox

Mit ein bisschen Verspätung und nach einer hervorragend gewählten Pausen-Playlist (it’s Britney, b*tch) kamen Spiritbox um 21:15 Uhr auf die Bühne und wählten - wie auch schon bei ihrem Konzert im Zoom vergangenes Jahr - “Fata Morgana” als Opener. Mit dem einzigen Unterschied, dass den Song damals kaum jemand kannte und dieses Mal alle direkt am Start waren. Die Band hatte sofort das ganze Publikum im Griff. Die Musiker überzeugten mit einer derartigen Bühnenpräsenz, dass man lange den Blick gar nicht abwenden konnte, selbst wenn man gewollt hätte. Die kanadische Kombo versteht es wie kaum eine zweite Formation, alle in den Bann zu ziehen. Die Stimmgewalt von Courtney LaPlante und das technische Know-how ihrer Bandkollegen bildeten die Grundlage und der Sound sowie die Produktion im Allgemeinen taten ihr Übriges.

Zwischen den Songs ihres aktuellen Albums Tsunami Sea (“Perfect Soul”, “Keep Sweet”, “Crystal Roses”, “Soft Spine”) spielten Spiritbox selbstverständlich auch Tracks von ihrem Debütalbum Eternal Blue oder der EP The Fear Of Fear. So konnten die Fans sich zu “Holy Roller” im Pit austoben und zu “Circle With Me”, “The Void” oder “Jaded” lauthals mitsingen.

Nach gut eineinhalb Stunden endete das Set mit der aktuellen Single “Mourning” und Courtney LaPlante bedankte sich für die Treue der Fans, die ihr und ihren Kollegen das Touren überhaupt erst ermöglichen. Sehr gerne, Courtney! Solange ihr uns immer wieder besuchen kommt, machen wir das jederzeit. Bis bald!

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Julia
Geschrieben von

Julia

Hey, ich bin Julia und schon lange redaktionell in der Szene tätig. "It was never just a phase, mom" - von Metalcore über Emo bis hin zu Nu Metal liebe und lebe ich seit meiner Jugend alles, womit ich meine Emotionen in jeder Lebenslage gut herausschreien kann. Wenn ich die Musik gerade nicht höre, halte ich mich mit News und Trends aus der Szene up to date. Man trifft mich außerdem oft auf Konzerten und Festivals oder mit meinem Hund bei ausgedehnten Gassigängen im Feld.