Bild: Rock am Ring 2026 [Jonas Tellkamp, @bookings_always_closed]
War es nicht erst gestern, dass Rock am Ring von Mehnersmoos eröffnet wurde? Naja, nicht ganz, zwischen dem Kick-Off der Sommerfestivalsaison 2026 und dem heutigen Tag liegen fast drei Monate. Ja, wir wollen es selbst nicht wahrhaben, aber so ist es leider.
Der Festivalsommer neigt sich dem Ende entgegen und was sollen wir sagen? Es war wild wie eh und je. Wir blicken zurück auf drei Monate Live-Action, (meist) Sonne pur und jede Menge Spaß. Bevor es 2027 bockstark weitergeht, schwelgen wir in Erinnerungen. Du willst dir die Erinnerung an die Festivals 2026 nicht nur im Kopf, sondern auch im Kleiderschrank behalten? Dann check hier unser Merch der Summer Festival 2026 Acts ab und sicher dir noch schnell dein Lieblings-Piece.
Rock am Ring: Line-up und Wetter so abwechslungsreich wie immer!
Nagut, das mit der Sonne war bei Rock am Ring in diesem Jahr noch nicht so ein krasses Thema. Zwar ließ sie sich Anfang Juni schon immer mal wieder blicken, doch insgesamt war das Festival in der Vulkaneifel abwechslungsreich, wie man es gewohnt ist - und damit meinen wir nicht mal nur das Wetter. Auch das Line-up bot dieses Jahr wieder alles, was das Rock-, Metal-, Alternative- und Rap-Herz begehrte. Mit Linkin Park, Papa Roach und Limp Bizkit kamen Freunde von Nu Metal voll auf ihre Kosten, während Bad Omens, Architects, Ice Nine Kills, Landmvrks und Bury Tomorrow den Pit bei den Metalcore-Freunden anfeuerten. Außerdem wurde zur Musik von Szenegrößen wie Iron Maiden, Volbeat, The Offspring, Electric Callboy und das Tanzbein geschwungen.
90.000 Besucher waren dieses Jahr am Nürburgring dabei und gerade die Rückkehr von Linkin Park an den Ring war für viele sicherlich einer der ganz großen Momente des Wochenendes. Wir freuen uns jetzt schon auf nächstes Jahr mit Blink-182 als erstem großen Headliner!







Impericon Festival: Heiß, heißer, Leipzig
Weiter ging es nur wenige Wochen später mit unserem heißgeliebten Impericon Festival in Leipzig. Am letzten und übertrieben heißen Juniwochenende wurde die Leipziger Messe wieder zum Treffpunkt für die Core-Community - und ihr hattet offensichtlich richtig Bock. Architects, Babymetal, Rise Against und Landmvrks führten das Billing an, dazu kamen Acts wie Lionheart, Dying Wish, Bloodywood, Sleep Theory und viele mehr.
Und was wäre ein Impericon Festival ohne ordentliche Pits? Eben. Trotz der heißen Temperaturen habt ihr in der klimatisierten Messehalle alles gegeben und mit Circle und Mosh Pits für ein bisschen Wind gesorgt. Und trotz nahezu 40 Grad Außentemperatur hat man euch die Erschöpfung nicht angemerkt. Wieso? Weil ihr eben die beste Community der Welt seid!




Wacken Open Air: 35 Jahre (staubiger) Holy Ground
Nicht vernachlässigen sollen und dürfen wir natürlich das Wacken! Das Open Air feierte 2026 sein 35. Jubiläum und machte seinem Ruf als eines der wichtigsten Metal-Festivals der Welt einmal mehr alle Ehre. Die Jubiläumsausgabe war natürlich ausverkauft und wurde von den Veranstaltern im Nachgang mit Acts wie Judas Priest, Sabaton, Def Leppard, Powerwolf, In Flames, Arch Enemy, Thy Art Is Murder, Paleface Swiss, Bleed From Within, The Butcher Sisters und vielen vielen mehr sogar als eine der schönsten Ausgaben der Festivalgeschichte bezeichnet.
Dabei ging es dieses Jahr nicht nur um große Bands, sondern auch um die Weiterentwicklung des Holy Ground. Nachdem der Matsch der Vorjahre für ordentlich Gesprächsstoff gesorgt hatte, wurde die Infrastruktur deutlich ausgebaut: mehr Bodenplatten, zusätzliche Sitzmöglichkeiten und überdachte Flächen sollten das Festivalerlebnis angenehmer machen. Dabei war das gar nicht nötig, denn wenn es eines dieses Jahr nicht gab, dann war es Regen und Matsch. Bei hochsommerlichen Temperaturen und Sonne satt wurde der Holy Ground eher zur Wüste als zum Wattenmeer. Letzteres hatte man ja auch nur ein paar Kilometer weiter weg, wenn man wollte.





Reload Festival: Schwitzen in Sulingen
Und dann kam der August und mit ihm direkt die nächste Ladung Heavy Music. Das Reload Festival in Sulingen ging Mitte August über die Bühne und stellte mit 20.000 Besucher sogar einen neuen Rekord auf. Kein Wunder, denn das Billing hatte es in sich: Judas Priest feierten ihre Premiere in Sulingen, dazu kamen In Flames, Arch Enemy, Lamb Of God, Avatar und mehr. Besonders schön: Auch die Core- und Extreme-Metal-Fraktion kam hier voll auf ihre Kosten. The Ghost Inside, Thy Art Is Murder, Imminence, Paleface Swiss, Fit For An Autopsy, Northlane, Terror, Stick To Your Guns und Signs Of The Swarm sorgten für ordentlich Bewegung vor den Bühnen. Dazu kam der gewohnt genreübergreifende Mix des Reload, der von Metal über Hardcore und Punk bis hin zu Mainstream reicht. Oder willst du uns etwa sagen, du hast die Vengaboys nicht gefeiert?!
Auch organisatorisch hat sich in Sulingen einiges getan. Nachdem 2025 bereits die Mainstage an drei Tagen geöffnet wurde, blieb dieses Konzept auch 2026 bestehen. Außerdem wurde das neue Anreisekonzept mit nach Himmelsrichtungen aufgeteilten Routen umgesetzt, die je nach Auslastung dynamisch angepasst werden konnten. Funktioniert? Offenbar ja.






Summer Breeze Open Air: Föhnluft statt Sommerbrise
Während im Norden beim Reload gefeiert wurde, ging es im Süden in Dinkelsbühl ebenfalls heiß her. Das Summer Breeze gehört inzwischen zu den festen Größen im deutschen Festivalsommer und auch 2026 wurde wieder ordentlich aufgefahren. Helloween, In Flames, Arch Enemy, Hatebreed, Imminence, Thy Art Is Murder, The Ghost Inside, Paleface Swiss und Fit For An Autopsy standen stellvertretend für ein Line-up, das einmal quer durch die Heavy Music-Landschaft führte.
Von klassischem Heavy Metal über Melodic Death Metal und Gothic Metal bis hin zu Hardcore, Metalcore und Deathcore war eigentlich für jede Vorliebe etwas dabei. Das Besondere: Du kannst morgens noch gemütlich bei einem bayerischen Bier über das Gelände schlendern und ein paar Stunden später irgendwo mitten in einem komplett eskalierenden Pit landen. So muss Festival!
Und sonst so?
Natürlich war der Festivalsommer damit längst nicht vorbei. Beim Jera On Air in den Niederlanden wurde wieder Hardcore, Punk und Metalcore gefeiert, während das Vainstream Rockfest in Münster traditionell die Core- und Punk-Community zusammenbrachte. Und auch das Nova Rock in Österreich durfte in unserer Rundreise natürlich nicht fehlen.
Was all diese Festivals gemeinsam haben? Sie zeigen, wie vielfältig die Rock- und Metal-Landschaft inzwischen ist. Zwischen Stadion-Headlinern und kleinen Szene-Acts, zwischen Nu Metal, Hardcore, Deathcore, Punk und klassischem Heavy Metal findet inzwischen nahezu jede musikalische Spielart ihren Platz.
Und vielleicht ist genau das der schönste Teil am Festivalsommer: Du fährst mit einer Liste von Bands auf dem Handy los und kommst mit völlig anderen Lieblingsacts wieder nach Hause.
Bis zum nächsten Sommer!
Drei Monate Festivalsaison gehen also langsam zu Ende. Drei Monate voller Moshpits, Crowdsurfing, verschwitzter Shirts, staubiger Schuhe, viel zu ungesunder Ernährung, kalter Getränke und vor allem jeder Menge Musik.
Wir haben große Bands gesehen, kleine Bands entdeckt, neue Freundschaften geschlossen und vermutlich wieder viel zu viel Merch gekauft. Nee Moment, zu viel gibt es ja nicht! Aber kurz gesagt: Es war genau so, wie ein Festivalsommer sein sollte.
Jetzt heißt es erstmal Fotos sortieren, die letzten Festivalbändchen am Handgelenk lassen und die schönsten Momente Revue passieren lassen. Und dann? Dauert es zum Glück gar nicht mehr so lange, bis wir wieder sagen können: War es nicht gerade erst, dass das nächste Festival angekündigt wurde?