Bild: Bite [Offizielles Pressefoto]
Du hast Bock auf schwere Riffs, aggressive Vocals und Breakdowns, die ordentlich Druck machen? Dann solltest du Bite aus Leipzig unbedingt auf dem Schirm haben. Die fünfköpfige Band bewegt sich irgendwo zwischen Hardcore und Metal, klingt dabei bewusst düster und schwerfällig und pfeift auf allzu glattpolierte Genre-Grenzen. Statt großer Botschaften gibt es hier eine ordentliche Ladung Wut, Endzeitstimmung und musikalische Abrissbirne.
Wer sind Bite?
Bite kommen aus Leipzig und haben sich in der dortigen Hardcore- und Metalszene ihre eigene Nische geschaffen. Die Band besteht aus fünf Musikern, die alles andere als unbeschriebene Blätter sind. Sänger Felix war zuvor unter anderem als Shouter bei Annisokay aktiv. Gitarrist Vince und weitere Mitglieder haben ebenfalls Erfahrungen aus verschiedenen Bands und Projekten gesammelt, darunter Pantheress, Agash und Livyah.
Die gemeinsame Geschichte von Bite begann aus dem Wunsch heraus, wieder ein Projekt auf die Beine zu stellen, das musikalisch vor allem eines sein sollte: hart. Mit Nick fand die Truppe schließlich ihre Besetzung. Seitdem hat sich einiges getan, denn zwei EPs und zahlreiche Live-Shows stehen bereits auf dem Konto.
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Zwischen Beatdown, Hardcore und Metal
Wie klingt das Ganze? Bite selbst beschreiben ihren Sound als düster, hart und schwerfällig. Eine ziemlich treffende Zusammenfassung, denn die Band bewegt sich genau zwischen den Stühlen: Für klassischen Hardcore ist das Material teilweise zu langsam, für klassischen Metal vielleicht zu straight.
Schwere Gitarren, tiefe Grooves, aggressive Vocals und massive Breakdowns bestimmen das Klangbild. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele technische Spielereien unterzubringen oder besonders eingängige Refrains zu schreiben. Bite wollen eine bestimmte Stimmung erzeugen und die ist alles andere als freundlich – im besten Sinne natürlich.
Auch textlich bleibt es entsprechend finster. Die Lyrics bewegen sich in dystopischen und endzeitlichen Klangwelten und zeichnen Bilder von Verfall, Schmerz und einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät. Wer also auf düsteren Beatdown-Hardcore mit ordentlich Gewicht steht, dürfte hier schnell fündig werden.
Von Sounds of Agony bis Longing For Eternal Sleep
Mit Sounds Of Agony veröffentlichten Bite 2022 ihre Debüt-EP. Fünf Songs, die bereits deutlich machten, wohin die Reise gehen sollte. Im März 2023 folgte mit “In Suffering” eine weitere Single, bevor die Leipziger 2024 ihre zweite EP Longing for Eternal Sleep nachlegten.
Auf der neuen EP klingt die Band noch düsterer und ausgefeilter. Tracks wie „Mouth Of The Abyss“, „Inferno“, „Flesh And Bone“ und „Death By A Thousand Cuts“ machen ziemlich schnell klar, dass hier keine Gute-Laune-Platte auf dich wartet.
Besonders „Inferno“ und der Titeltrack zeigen, wie Bite schwere Grooves mit einer bedrückenden Atmosphäre verbinden. Wer sich einen ersten Eindruck verschaffen möchte, sollte die EP am besten einmal komplett durchlaufen lassen.
2026 erschien die aktuelle Single “Obsolete” mit Feature-Gast Skyler Conder, Frontmann der Band Varials. Verspricht einiges? Korrekt! Check es aus!
Warum du Bite auf dem Schirm haben solltest
Bite sind eine spannende Adresse für alle, die es im Hardcore- und Metal-Bereich gerne langsam und schwer mögen. Die Leipziger versuchen nicht, möglichst vielen Genre-Erwartungen gerecht zu werden, sondern ziehen ihr eigenes Ding durch. Das Ergebnis ist ein düsterer Mix aus Beatdown, Hardcore und Metal, der vor allem live ordentlich Potenzial für Bewegung im Pit mitbringt.
Wenn du mit Bands wie Knocked Loose oder schwerem Beatdown-Hardcore etwas anfangen kannst, solltest du Bite definitiv eine Chance geben. Longing for Eternal Sleep ist ein guter Einstieg in den Sound der Band und wir sind gespannt, was als Nächstes aus Leipzig kommt.
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