Bild: Heaven Shall Burn Live [Julia Reddig @juulia_knipst]
Zehn Jahre ist es mittlerweile her, dass Heaven Shall Burn mit Wanderer eines ihrer bis heute wichtigsten Alben veröffentlicht haben. Im September 2016 erschien die Platte und zeigte einmal mehr, warum die Thüringer zu den prägendsten Bands der deutschen Metal-Szene gehören. Anlässlich des Jubiläums werfen wir einen Blick zurück auf Wanderer und darauf, was die Platte auch zehn Jahre später noch so besonders macht.
Wanderer: Ein Album irgendwo zwischen Härte und Atmosphäre
Heaven Shall Burn waren 2016 längst keine Newcomer mehr. Mit Alben wie Asunder, Antigone, Deaf To Our Prayers und Invictus hatte sich die Band bereits einen festen Platz in der Metalcore-Welt erspielt. Wanderer knüpfte an diese Entwicklung an, ohne einfach nur das bisherige Erfolgsrezept zu wiederholen.

Stattdessen wirkt die Platte an vielen Stellen atmosphärischer und nachdenklicher, ohne dabei die typische Wucht der Band zu verlieren. Harte Breakdowns, aggressive Shouts und treibende Riffs treffen auf melodische Gitarren und Passagen, die den Songs deutlich mehr Raum geben. Eine Kombi, die Wanderer bis heute zu einem besonderen Album in der Diskografie von HSB macht.
Schon der Titel passt dabei ziemlich gut zur Stimmung der Platte. Wanderer klingt nach Bewegung, nach Suche und nach dem Gefühl, unterwegs zu sein, ohne unbedingt schon zu wissen, wo die Reise endet. Gleichzeitig bleibt die Band musikalisch fest in ihrem eigenen Sound verankert.
Songs, die bis heute funktionieren
Auch zehn Jahre später finden sich auf Wanderer einige Tracks, die aus dem Live-Repertoire von Heaven Shall Burn kaum wegzudenken sind. Allen voran “They Shall Not Pass”, „The Loss Of Fury“, „Downshifter“ und „Bring the War Home“ zeigen, wie vielseitig die Band auf der Platte unterwegs war.
Mit „The Cry of Mankind“ findet sich außerdem ein Cover des Songs von My Dying Bride auf dem Album. Dass sich die Metal-Kombo ausgerechnet an einen Doom-Metal-Klassiker wagt, passt dabei ziemlich gut zur insgesamt etwas düstereren und atmosphärischeren Ausrichtung von Wanderer.
Heaven Shall Burn bleiben sich treu
Was den Longplayer im Rückblick besonders interessant macht, ist die Balance zwischen Weiterentwicklung und Wiedererkennungswert. Heaven Shall Burn haben ihren Sound nicht komplett neu erfunden. Warum auch? Die Mischung aus Metalcore und Melodic Death Metal war längst ein fester Bestandteil ihrer Identität.
Trotzdem klingt die Platte nicht wie eine bloße Wiederholung früherer Releases. Die Songs bekommen mehr Dynamik, die melodischen Elemente treten stärker in den Vordergrund und auch die Produktion wirkt entsprechend groß. Gerade dadurch eignet sich Wanderer sowohl für langjährige Fans als auch als Einstieg in die Diskografie. Und genau das dürfte ein Grund sein, warum die Songs des Albums auch zehn Jahre später noch regelmäßig in den Playlists der Fans landen.
Zehn Jahre Wanderer
Zehn Jahre nach der Veröffentlichung lässt sich deshalb ziemlich eindeutig sagen: Wanderer ist ein Album, das die Entwicklung von Heaven Shall Burn gut zusammenfasst. Die Band war bereits etabliert, hatte aber trotzdem noch genug Raum, ihren Sound weiterzuentwickeln.
Seitdem sind weitere Alben dazugekommen, die Diskografie ist gewachsen und Heaven Shall Burn sind längst auf den großen Bühnen der Metalwelt angekommen. Wanderer bleibt dabei ein wichtiger Bestandteil dieser Geschichte und ein ziemlich gutes Beispiel dafür, warum die Band über so viele Jahre relevant geblieben ist.
Passend zum Jubiläum: Neues Wanderer-Merch
Und weil zehn Jahre Wanderer natürlich auch ordentlich gefeiert werden wollen, gibt es passend zum Jubiläum neues Merch zur Platte. Wer also nicht nur musikalisch in Erinnerungen schwelgen, sondern das Album auch im Kleiderschrank vertreten haben möchte, kann sich die neuen Wanderer-Designs genauer anschauen.
Ob Shirt, Hoodie oder anderes Fan-Essential: Für Heaven Shall Burn-Fans ist das neue Merch eine ziemlich gute Gelegenheit, zehn Jahre Wanderer gebührend zu feiern.