Bild: Cross Of Disbelief Live [@thetruth_is_outchere]
Für die professionelle Fotografin Kayla Boshard sollte es am 8. Januar in Augusta, USA, eigentlich ein gängiger Auftrag für einen Hardcore Gig werden, doch schon beim Auftritt der Support Band Cross Of Disbelief ging es für sie in eine komplett ungeahnte Richtung. Die Band ist aktuell auf Tour mit Missing Link, Haywire und Nasty, während Borshard einen Fotoauftrag für das Konzert direkt vom Veranstalter hatte.
Schon während des ersten Songs kam der Sänger von Cross Of Disbelief auf die Fotografin zu und schlug letztendlich ihre Kamera zu Boden, die dadurch ordentlich Schaden genommen hat. Auch die Kamera eines zweiten Fotografen wurde laut ihrer Aussage am gleichen Abend zu Boden geschlagen. Auf Reddit und in den sozialen Medien meldete sich Kayla Boshard bereits zu Wort und wurde von der Community weitreichend unterstützt.
Cross Of Disbelief hingegen äußern sich zu Kommentaren wie…
„Ihr müsst für die KAMERAS bezahlen, die ihr gepackt und auf den Boden geworfen habt. Was ist aus der Unterstützung lokaler Künstler:innen geworden?“
… mit Antworten wie “Fotograf:innen sind keine Künstler:innen.”
In einem Beitrag des Ultraviolet Magazines wird die komplette Geschichte von Kayla Boshard berichtet.
Was den Schaden an der Kamera angeht, sagt sie:
“Er kam fast mit dem Gesicht direkt an meine Kamera, griff sie dann und schleuderte sie auf den Boden. Mein externer Blitz explodierte … die Batterien flogen überall herum und mein Objektiv bekam eine riesige Kerbe …”
Trotzdem macht sie ganz deutlich, dass sie die Community für ihre Hilfe extrem schätzt:
„Es ist Hardcore. Ich habe schon Fäuste ins Gesicht bekommen, wurde beim Stage-Diving überrannt, geschlagen, getreten usw. – und als Fotograf und Hardcore-Show-Besucher seit über 20 Jahren kenne ich die Gefahren, wenn man seine Kameraausrüstung mit zu Shows nimmt … aber diese Nacht war komplett anders.”
“Hardcore bedeutet für mich vor allem Community. Es war mein sicherer Ort, als ich dachte, ich hätte nichts und niemanden … und dieser Vorfall hat dieses Gemeinschaftsgefühl für mich nur noch mehr gefestigt. So viele Leute haben sich gemeldet und angeboten zu helfen, mir über Venmo etwas zu schicken, damit ich neue Ausrüstung kaufen kann … dafür zu sorgen, dass dieser Typ nie wieder gebucht wird … unsere Szene zu schützen und die Menschen, die sie möglich machen. Als Fotograf fühle ich mich geehrt, die Szene mit meinen Bildern unterstützen zu können … das bedeutet mir alles. Auch wenn das hier richtig scheiße ist, liebe ich Hardcore immer noch.”
Den Screenshot ihrer Story siehst du hier:

