Will Ramos Live Photo

Deathcore Band-Check: 10 Schwergewichte im Fokus

Deathcore ist nichts für zarte Gemüter! Wer es musikalisch extrem mag, sollte diese 10 Deathcore-Bands auf jeden Fall kennen.

Bild: Lorna Shore Live [@juulia_knipst]

Wer auf Songs mit Bedeutung steht und es musikalisch gleichzeitig voll auf die Zwölf mag, fühlt sich im Deathcore sicherlich bestens aufgehoben. Das Extreme Metal-Genre ist in der Szene präsenter denn je. Bands wie Lorna Shore, Whitechapel, Thy Art Is Murder, Paleface Swiss und mehr haben die Musikrichtung, die sich irgendwo zwischen Death Metal und Metalcore eingependelt hat, einen sehr starken Auftrieb gegeben. Diese 10 Deathcore-Bands solltest du kennen, wenn du auf eine härtere musikalische Gangart stehst.

Lorna Shore

Wenn wir über modernen Deathcore sprechen, kommen wir an Lorna Shore definitiv nicht vorbei. Die Band ist vor allem seit dem Einstieg von Vokalist Will Ramos in aller Munde. Der Sänger ist seit 2021 Teil der US-Kombo und für sein massives Stimmvolumen bekannt. Erstmals tätig wurde er auf der EP ...And I Return To Nothingness (2021) sowie dem darauf folgenden Album Pain Remains (2022), mit dem die Truppe in Deutschland in die Top 10 der Albumcharts kam. Crazy für eine Platte aus dem Extreme Metal! Doch nicht nur musikalisch, sondern auch live sind Lorna eine Wucht, wie sie bei ihren inzwischen blitzschnell ausverkauften Headliner-Konzerten zeigen. Eine Band, an der Deathcore-Fans definitiv nicht vorbeikommen.

Whitechapel

Whitechapel sind schon einige Jahre im Geschäft und die Band kann mit Fug und Recht behaupten, dass sie eine der großen Konstanten in der Szene sind, denn vier der sechs Bandmitglieder bestehen noch aus dem originalen Line-up von 2006. Im Laufe der Jahre hat die Band um Fronter Phil Bozeman ihren Stil ein bisschen gewandelt, hat im Kern den Deathcore aber nie verlassen. Während es in der Anfangszeit sehr brachial zuging, experimentierte man auf The Valley (2019) und Kin (2021) ein bisschen rum, bevor es dann auf Hymns In Dissonance (2025) wieder back to the roots ging. In den Songs verarbeitet Bozeman ganz persönliche Themen, was den Stücken eine sehr starke Tiefe gibt.

Thy Art Is Murder

Thy Art Is Murder haben den Deathcore in den letzten Jahren maßgeblich mitgeprägt. Die Australier kombinieren harte Klänge mit klarer Haltung. Alben wie Hate (2012) oder Human Target (2019) zeigen, wie brutal und gleichzeitig strukturiert Deathcore klingen kann, wenn man mal genau hinhört. Seit 2023 ist man mit Tyler Miller am Mikrofon unterwegs, der dem Sound noch mal eine neue Note verliehen hat. Inhaltlich geht es bei TAIM oft um gesellschaftliche und politische Missstände, Religion oder Umweltzerstörung, was den Tracks ebenfalls eine besondere Tiefe verleiht. Die Mischung aus Wucht und Message macht Thy Art Is Murder quasi zu einem absoluten Pflichtprogramm für Genre-Fans.

Paleface Swiss

Paleface Swiss sind aktuell sicherlich eine der gefragtesten Bands in der Extreme Metal-Szene. Die Schweizer setzen auf rohe, ungefilterte Aggression, die direkt in die Magengrube geht. Hier wird nicht lange gefackelt und gerade, wenn Frontmann Marc “Zelli” Zellweger sein stimmliches Können zeigt, bleibt kein Stein auf dem anderen. Doch trotz der “Hau drauf”-Mentalität schafft es die Band, ihre Songs mit einer Struktur und einem gewissen Groove zu versehen - definiertes Chaos à la Slipknot. Vor allem seit dem Album Cursed (2025) sind Paleface Swiss nicht nur in aller Munde, sondern auch aus den Line-ups der internationalen Festivals nicht mehr wegzudenken.

Suicide Silence

Wenn wir über Deathcore sprechen, dürfen Suicide Silence natürlich nicht fehlen. Die Band gehört zu den absoluten Pionieren des Genres und hat schon mit frühen Releases wie The Cleansing (2007) Maßstäbe im Extreme Metal gesetzt. Auch wenn sich die Kombo über die Jahre hinweg weiterentwickelt und auch ihren Sound geändert hat, bleibt ihr Einfluss unbestreitbar. Der frühe Sound von Suicide Silence hat vor allem unter dem Einfluss von Sänger Mitch Lucker, der bis zu seinem Tod 2012 das Mikrofon in der Hand hatte, den Grundstein für viele moderne Acts gelegt und prägt die Szene bis heute. 2013 folgte Eddie Hermida, der insbesondere den neueren SuSi-Sound maßgeblich beeinflusst hat.

Fit For An Autopsy

Fit For An Autopsy ist bei ihrer Musik vor allem eins wichtig: Die Bedeutung der Lyrics. In Interviews betont die US-Band um Fronter Joe Badolato immer wieder, dass sie mit ihren Songs auf gesellschaftliche und politische Missstände aufmerksam machen wollen; eine Eigenschaft, die man eher aus dem Hardcore kennt. Musikalisch geht’s dabei dann ebenfalls heiß her, denn hier geht’s vor allem eins: Vorwärts. Gerade die Mischung aus gesellschaftskritischen Themen und dichter Klangkulisse hebt FFAA von vielen anderen Acts im Deathcore ab. Hier geht es nicht nur um Breakdown an Breakdown, sondern um ein Gesamtkonzept, das im Kopf bleibt.


Shadow Of Intent

Shadow Of Intent gehen, ähnlich wie Lorna Shore, den epischen Weg. Die Band kombiniert klassischen Deathcore mit symphonischen Elementen und erschafft so einen Sound, der ganz groß und fast schon wie ein Soundtrack wirkt. Dabei stehen oft düstere Themen und gar Konzepte im Mittelpunkt, die sich durch ganze Releases ziehen. Mythologie oder philosophische Fragen des Lebens sind hier beispielsweise ein großes Thema. Für Fans von Lorna Shore ist die Truppe um Sänger Ben Duerr definitiv ein Pflicht-Check.

Chelsea Grin

Chelsea Grin gehören, ebenso wie Suicide Silence oder Whitechapel, zur alten Garde des Deathcore und haben das Genre über viele Jahre hinweg begleitet und mitgestaltet. Die Band steht für einen extrem direkten und aggressiven Sound, der sich - nicht zuletzt durch einige Besetzungswechsel über die Jahre - stark weiterentwickelt hat. Doch auch nach den Line-up-Wechseln bleibt der Kern erhalten: schwere Riffs, brutale Vocals und Songs, die live für absolute Eskalation sorgen.

Brand Of Sacrifice

Brand Of Sacrifice gehören zu den noch etwas jüngeren Genre-Vertretern und bringen mit ihrem modernen Sound eine ordentliche Prise frischen Wind in den Deathcore. Die Band kombiniert die gewohnte Härte mit elektronischen Elementen und modernen Produktionstechniken, was ihrem Sound eine ganz eigene Note verleiht. Dazu kommen thematische Einflüsse aus Anime und Popkultur, die das Gesamtbild abrunden. Die kanadische Band hat vieles richtig gemacht und sich durch die Details in ihrem Bandkonzept ein wahres Alleinstellungsmerkmal geschaffen.

Bodysnatcher

Bodysnatcher zeigen uns eine besonders rohe Seite des Deathcore. Die Band aus Florida verzichtet weitestgehend auf große Spielereien und setzt stattdessen auf das, was wirklich zählt: Druck und maximale Aggression. Die Songs gehen direkt nach vorne, Breakdowns sitzen punktgenau und sorgen insbesondere live für absolute Eskalation. Hier bleibt definitiv kein Shirt trocken, das können wir dir sagen. Bodysnatcher zeigen, dass straighter Deathcore sehr treffsicher sein kann! Fun fact am Rande: Drei der vier Bandmitglieder heißen Kyle mit Vornamen. Gesucht und gefunden!

Julia
Geschrieben von

Julia

Hey, ich bin Julia und schon lange redaktionell in der Szene tätig. "It was never just a phase, mom" - von Metalcore über Emo bis hin zu Nu Metal liebe und lebe ich seit meiner Jugend alles, womit ich meine Emotionen in jeder Lebenslage gut herausschreien kann. Wenn ich die Musik gerade nicht höre, halte ich mich mit News und Trends aus der Szene up to date. Man trifft mich außerdem oft auf Konzerten und Festivals oder mit meinem Hund bei ausgedehnten Gassigängen im Feld.