Black Veil Brides VINDICATE Album Artwork

Black Veil Brides: “VINDICATE” Album Review (Heavy Era!)

Das siebte Studioalbum von Black Veil Brides feiert heute Release-Day, und wir haben vorab schon mal für euch reingehört. Diese Banger erwarten euch potentiell auf dem Impericon Festival 2026!

Bild: Black Veil Brides - VINDICATE Album Artwork

Black Veil Brides werden diesen Sommer erstmals bei uns auf dem Impericon Festival zu Gast sein, und bringen mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit einige ihrer brandneuen Songs mit. Ihr neuestes Werk VINDICATE - siebtes Studioalbum der Rock-Kombo aus den USA - wird heute veröffentlicht. Wir waren neugierig und haben vorab schonmal in die 14 Tracks reingehört, um euch direkt vom Sound der neuen Platte zu berichten (Spoiler: So heavy wie nie zuvor).

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VINDICATE - No Redemption. No Forgiveness.

Der Einstieg ins neue Album ist erstmal kein Gitarrenriff, sondern dramatische Orgel-Atmosphäre. Die Stimme von Sänger Andy Biersack, der am Ende eines beinahe beklemmenden Monolog ankündigt:

“No Redemption. No Forgiveness. Vindicate.”

Und direkt geht es los mit dem Titeltrack.

Das Intro und auch die spätere Overtüre und Interlude bleiben dem klassischen Black Veil Brides-Schema treu, dass seit Wretched And Divine: The Story Of The Wild Ones in fast allen Releases aufgegriffen wurde, mit einer klaren Message, die sich durch das komplette Album zieht. Hier steht das Thema ganz klar fest, schon durch den Titel. Vindication - Rechtfertigung, hier die Rechtfertigung des Selbst. Wie es sich bereits durch die gesamte Diskographie von BVB zieht, wird klar aufgezeigt: Steh stets zu dir und verteidige dich. Und diese Message wird nicht nur durch eingesprochene Worte und Lyrics transportiert, sondern vor allem durch die Härte des Sounds.

Wie von Fans bereits in Kommentaren aufgegriffen; zuletzt haben wir Klänge dieser Art 2010 auf ihrem Debüt We Stitch These Wounds gehört, damals noch mit deutlich roherem Sound, aber eben mit Screams und Core im Mix. Sechzehn Jahre später sind Black Veil Brides viel weiter in ihrer Entwicklung, mit stärkerer Stimme von Andy Biersack und cleanerer Produktion.

Nach der bereits bekannten Single “Vindicate” geht’s straight weiter mit dem ebenfalls vorab veröffentlichten “Certainty” - und spätestens hier kommt die neue Seite von BVB zum Vorschein. Mit heavy Gitarreneinstieg und verzerrten Screams geht’s los mit einem der härtesten Songs der ganzen Platte, trotz melodischem Chorus und starkem Drang, mitzusingen.

Die nächsten Tracks “Bleeders” und “Hallelujah” sind schon lange keine Überraschung mehr und wollen beinahe geskippt werden - nicht weil sie nicht abliefern, sondern weil sie eben schon so lange bekannt sind, dass die Neugier auf die frischen Tracks so stark ist - ersterer rotiert sogar schon seit Release der EP Bleeders vor zwei Jahren in Fan-Playlisten. Trotzdem nehmen beide Titel dem Album absolut nichts an seiner Härte.

Mit “Cut” wagen wir uns wieder in bisher ungehörtes Territorium vor, obwohl uns dann schon heute früh das neue Musikvideo erreicht hat. Nach dem epischen Outro von “Hallelujah” geht’s mit gleichfalls starkem Gänsehaut-Potential weiter. Mit Streichern und Clean-Gesang wird es hier fast schon wieder poppiger Alternative Rock - und wird trotzdem zu meinem nächsten Favoriten nach “Certainty”. Die Zweitstimme liefert  Juliet Simms, heute unterwegs als Lilith Czar, stimmlich genauso stark wie man es noch aus “Lost It All” im Gedächtnis hat. Vor allem im Duett wird das Paar zu einer echten Stimmgewalt - eine Hymne, die live auf die Bühne gehört.

Ähnlich episch geht’s im Sound von “Alive” weiter, beim ersten Hören jedoch etwas weniger spannend. Das düster-atmosphärische Sound macht die Ouvertüre "Purgatory" direkt wieder wett;  erst eher creepy im Sound, dann kommen schnell tiefere Gefühle auf - selbst hier keine Langeweile. Gefolgt wird es direkt vom recht kürzlich veröffentlichten “Revenger” mit Feature von Machine Heads Robb Flynn: Eine weitere starke Stimmeinlage reiht sich ein, ansonsten ein recht classy klingender Metal-Track.

“Sorrow” liefert einen starken Allrounder aus melodisch kreativerem Gesang, den ersten herausstechenden ekektronischen Elementen und unerwartetem kleinen Riss im bisher ziemlich geradlinigen Genre-Sound aus Alternative-Rock und -Metal. Auf “Grace” kehren die Streicher zurück in den Fokus und das Tempo verlangsamt sich für eine weitere Instrumental-Einlage. 

Im letzten Album-Abschnitt gibt vor allem “Ave Maria” den Ton an, während “Woe & Pain“ klanglich schon sanft das Ende einleitet. Mit dem wirklich nahe gehenden, melancholischen Track “Eschaton” geht es endgültig in ein emotionales Finale - obwohl man sich auf der Bonus-Track-Edition noch für den 15. Track “Death of Seasons” entschieden hat; am besten direkt selbst reinhören (und das gilt fürs ganze Album)!

Klar ist, das Album ist sowohl für Fans der ersten Stunde als auch für Nachzügler wie geschaffen. Mit VINDICATE schließen sie den Kreis zu ihrem ersten Release, kombiniert mit der erwachseneren Sound-Entwicklung auf allen Alben, die folgen sollten. Wer spätestens bei Wretched And Divine eingestiegen ist, sollte sich mit einer Welle der Nostalgie überkommen fühlen, wer seit dem selbstbetitelten Werk von 2014 schon dabei ist, darf sich hier über noch mehr Heaviness freuen. Für BVB geht es mit dieser Platte definitiv weiter bergauf - Stagnation nicht in Sicht.

Für alle, die das Live hören wollen:

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Mit im Lineup erwarten euch weitere Highlights von Architects, Babymetal, Rise Against und Landmvrks bis hin zu Future Palace und I Killed The Prom Queen. Checkt unten das komplette Lineup und kommt vorbei (für BVB reicht auch ein Tagesticket für den Freitag)!

Impericon Festival Lineup 2026 Poster

Anna Sophie
Geschrieben von

Anna Sophie

Hi, ich bin Anna! Als Content Creator bei Impericon bin ich für die Redaktionsleitung unseres Online-Magazins verantwortlich. Als geborene Musik-Enthusiastin kombiniere ich meine Leidenschaft für das Schreiben (meist mit Playlist im Ohr) mit aktuellen Themen aus der Welt des Rock, Metal, Core und Entertainment. Persönliche Highlights? Querbeet, von Sleep Token zu Lorna Shore bis Sabaton und viel Passion für Anime und Fantasy à la Tolkien! Wenn ich nicht gerade schreibe, bin ich viel auf Konzerten und Conventions unterwegs.