Bild: Carnifex [Offizielles Pressebild]
Wenn es um Deathcore geht, gehören Carnifex zu den Bands, die das Genre über Jahre hinweg entscheidend mitgeprägt haben. Seit ihrer Gründung verbindet die US-Kombo brutale Breakdowns, rasende Drums und tiefe Gitarren mit einer düsteren Atmosphäre, die teilweise tief in Black Metal und klassischem Death Metal verwurzelt ist. Dabei haben sich Carnifex nie auf reine Härte beschränkt: Orchestrale Elemente, unheilvolle Melodien und eine Vorliebe für dunkle Themen gehören längst zum eigenen Sound.
2026 schlägt die Band das nächste Kapitel auf. Mit More Than Misery steht ein neues Album in den Startlöchern, das am 6. November erscheint. Grund genug, die Geschichte der Deathcore-Veteranen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Die Geschichte von Carnifex
Carnifex wurden 2005 in San Diego, Kalifornien, gegründet und gehören zu den Bands, die während der ersten großen Welle des Deathcore ihren ganz eigenen Stil entwickelt haben. Angeführt von Frontmann Scott Ian Lewis hat sich die Gruppe über die Jahre einen Sound erarbeitet, der aggressive Deathcore-Elemente mit der finsteren Atmosphäre von Black Metal verbindet. Besonders die Kombination aus tief gestimmten Gitarren, brutalen Vocals und düsteren Melodien wurde zu einem Markenzeichen der Band.
Mit ihrem Debütalbum Dead in My Arms, das 2007 erschien, machten Carnifex erstmals international auf sich aufmerksam. Mit The Diseased and the Poisoned und Hell Chose Me bauten sie ihre Position innerhalb der Szene weiter aus und bewiesen, dass sie auch über längere Zeit hinweg ordentlich Druck machen können.
Im Laufe ihrer Karriere entwickelten Carnifex ihren Sound stetig weiter. Während frühe Veröffentlichungen stark vom klassischen Deathcore geprägt waren, rückten später zunehmend atmosphärische und symphonische Elemente in den Vordergrund. Alben wie Die Without Hope, Slow Death und World War X zeigen, wie Carnifex ihre musikalische Härte mit einer immer ausgeprägteren, beinahe apokalyptischen Klangwelt verbindet.
Zwischen Deathcore und Blackened Metal: Was Carnifex auszeichnet
Wer Carnifex hört, bekommt keine leichte Kost. Die Songs der Band leben von massiven Breakdowns, blastbeatlastigen Drums und Gitarren, die sich zwischen tiefen Riffs und melodischen, teilweise fast schon unheilvollen Passagen bewegen. Dazu kommen die markanten Vocals von Scott Ian Lewis, die den Tracks eine besonders aggressive Note verleihen.
Gleichzeitig setzen Carnifex auf eine Atmosphäre, die weit über die reine Brutalität hinausgeht. Orchestrale Arrangements und düstere Melodien sorgen dafür, dass viele Songs beinahe filmisch wirken.
Wenn du dich durch die Diskografie hören möchtest, solltest du mit „Lie to My Face“ und „Slit Wrist Savior“ vom Debüt Dead In My Arms anfangen. Beide Songs zeigen die rohe Energie der frühen Carnifex. „Hell Chose Me“ und „Die Without Hope“ stehen dagegen für die Weiterentwicklung des Sounds, während „No Light Shall Save Us“ mit Alissa White-Gluz von Arch Enemy eine melodischere und atmosphärische Seite der Band offenbart.
Auch das 2023 veröffentlichte Album Necromanteum passt perfekt in dieses Bild. Die Platte dreht sich konzeptionell um die Vorstellung eines Raums, in dem Menschen versuchen, mit den Toten zu kommunizieren und Antworten auf existenzielle Fragen zu finden. Die orchestralen Elemente verstärken dabei die düstere Stimmung, ohne die Gitarren und den Deathcore-Kern in den Hintergrund zu drängen.
More Than Misery: Ein neues Kapitel für Carnifex
Mit More Than Misery veröffentlichen Carnifex am 6. November 2026 ihr neues Studioalbum. Die Platte folgt auf Necromanteum von 2023 und erscheint als ihr erstes Full-Length für Sumerian Records. Damit beginnt für die Band eine neue Phase, in der sie ihre langjährige Erfahrung mit einem frischen Produktionsumfeld verbindet.
Für die Aufnahmen arbeitete die Kombo in Tennessee mit Zach Householder von Whitechapel zusammen, während Jeff Dunne für den Mix verantwortlich war. Musikalisch soll More Than Misery die direkte Härte der frühen Carnifex mit der atmosphärischen und orchestralen Entwicklung der späteren Alben zusammenbringen. Die Gitarren stehen dabei bewusst im Mittelpunkt, während zusätzliche Arrangements die düstere Wirkung der Songs verstärken.
Inhaltlich dreht sich das Album um Schmerz, Isolation, Selbstzweifel und die Frage, wie Menschen mit schwierigen Erfahrungen umgehen. Frontmann Scott Ian Lewis beschreibt die Platte als besonders ehrliches Werk.
Das Album umfasst zehn Tracks. Neben den bereits veröffentlichten Singles „Roses & Rotting Corpses“, dem Titeltrack sowie „Licking Love From A Knife“ gehören unter anderem „The Process of Pain“ mit Chaney Crabb von Entheos, „No Gods Only Graves“, „Coffin Crowned King“ und „Heart Made Of Teeth“ dazu.
Carnifex live: Die Death Dominion Tour 2026
Passend zum neuen Album gehen Carnifex im Herbst gemeinsam mit Despised Icon, Suffocation und Gates To Hell auf die Death Dominion Tour 2026. Die Tour bringt gleich mehrere Größen des Deathcore und Death Metal zusammen und macht auch in Deutschland Station. Wenn du die Band live erleben möchtest, solltest du dir diese Termine vormerken:
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29. Oktober 2026: München – Backstage
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30. Oktober 2026: Essen – Weststadthalle
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14. November 2026: Leipzig – Felsenkeller
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18. November 2026: Berlin – Columbia Theater
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19. November 2026: Hamburg – Gruenspan
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20. November 2026: Karlsruhe – Substage
Mit Despised Icon und Suffocation stehen dabei zwei weitere etablierte Namen der extremen Metal-Szene auf dem Programm. Gates To Hell ergänzen das Line-up als Special Guests. Die Termine fallen mitten in die Veröffentlichungskampagne von More Than Misery. Eine gute Gelegenheit also, die neuen Songs direkt live zu erleben.
Könnten dir Carnifex gefallen?
Carnifex sind eine gute Adresse für alle, denen moderner Deathcore nicht hart genug sein kann und die gleichzeitig Wert auf Atmosphäre legen. Wenn du auf brutale Breakdowns, tiefe Gitarren, aggressive Vocals und düstere Melodien stehst, solltest du die Band definitiv auf dem Schirm haben. Besonders spannend sind Carnifex für Fans, die neben der musikalischen Härte auch eine dunkle, beinahe cineastische Klangwelt mögen. Carnifex: Eine feste Größe des Deathcore
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