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10 Bands wie Slipknot: Diese Acts können mit Corey und Co. mithalten

Slipknot haben die Heavy Music Scene geprägt wie kaum eine andere Band. Doch welche Acts können hier mithalten? Wir haben 10 Beispiele für dich!

Bild: Slipknot [Offizielles Pressefoto]

Slipknot gehören zum (Nu) Metal wie die Erdbeersoße auf das Spaghettieis. Die Maskenkombo aus Iowa wurde 1995 von Percussionist Shawn “Clown” Crahan, dem originalen Sänger der Band Anders Colsefni und Bassist Paul Gray (†) gegründet. Der Durchbruch gelang der Band 1999 mit ihrem Debütalbum, bei dem bereits auch der heutige Frontmann Corey Taylor das Mikrofon in der Hand hatte. Und der Rest? Ist Geschichte. Slipknot haben nicht nur den Nu Metal geprägt wie kaum eine andere Band, sondern die gesamte Heavy Music Scene. Heute sind sie nicht mehr nur aus der Musiklandschaft wegzudenken, auch ihr Erbe ist unbestreitbar eines der Größten in der Gitarrenmusik. Junge Bands nennen die Truppe nicht nur als großen musikalischen Einfluss - auch in Sachen Werdegang, Auftreten und Storytelling können hier viele Acts mithalten. Wir haben 10 herausgesucht, die dir als Slipknot-Fan gefallen könnten.

Lorna Shore

Slipknot haben insbesondere mit ihren ersten beiden Album Slipknot (1999) und Iowa (2001) neue Maßstäbe in Sachen extremer Musik gesetzt. Das, was die Kombo damals mit ihrem Nu Metal-Sound geschafft haben, schaffen Lorna Shore mit ihrem symphonischen Deathcore in Perfektion. Was für den ungeübten Metal-Hörer womöglich wie die wilde Aneinanderreihung von Tönen klingen mag, ist für uns wunderschönes “definiertes Chaos”. Die Band hat insbesondere seit ihrer Ära mit Frontmann Will Ramos einen riesen Sprung nach oben gemacht, sowohl in Sachen Popularität als auch in Sachen Produktion. Ramos’ Vocals sind ebenso stark wie unvergleichlich in der Stimmfarbe wie die von Corey Taylor. Unser Traum? Ein kleines Feature der beiden Bands!

Ghost

Slipknot haben mit ihren Masken früh gezeigt, wie wichtig Ästhetik im Metal sein kann. Einen ähnlichen Ansatz – wenn auch deutlich theatralischer – verfolgen Ghost. Die Band um Mastermind Tobias Forge hat sich ein komplettes Universum aus Symbolik und Storytelling aufgebaut. Musikalisch geht es bei Ghost rockiger und damit für die Allgemeinheit auch deutlich zugänglicher zu, doch genau wie Slipknot schaffen sie es, ihre Identität über die Musik hinaus zu definieren. Jede neue „Ära“ bringt Veränderungen mit sich, neue Charaktere, wie beispielsweise die Kardinalsfigur, die der Frontmann mimt, werden eingeführt, ebenso wie neue Masken bei Slipknot jeden neuen Albumzyklus prägen. Ein Konzept, das Fans tief in die Welt der Band hineinzieht.

Knocked Loose

Wenn es um rohe Energie und pure Eskalation geht, kommen heute nur wenige Bands an Knocked Loose vorbei. Die Hardcore-Kombo liefert genau das Gefühl von Chaos und Kontrollverlust, das viele Fans auch an frühen Slipknot-Releases geliebt haben. Die Songs sind intensiv und gehen direkt nach vorne, ohne große Schnörkel. Gerade live entfaltet die Band eine Wucht, die stark an die unberechenbaren Anfangstage von Slipknot erinnert, in denen es weniger um Perfektion als um ein Ventil für Emotionen ging. Wenn du es auf Live-Shows als energetisch magst und dich gerne im Pit austoben, dann ist die Band um Fronter Bryan Garris ganz sicher etwas für dich.

Fit For An Autopsy

Fit For An Autopsy spielen feinsten Extreme Metal und bringen dabei eine inhaltliche Tiefe mit, die auch Slipknot-Fans kennen dürften. Die Deathcore-Band schafft es, neben der musikalischen Härte auch eine beklemmende, fast schon apokalyptische Stimmung aufzubauen. Und dabei geht es lange nicht nur um Aggression, ganz im Gegenteil. Gesellschaftskritik, Umweltzerstörung und eine Prise Dystopie ziehen sich wie ein roter Faden durch die Songs. Auf die Bedeutung der Lyrics legt die Kombo dabei großen Wert. Die Kombi aus Wut und klarer inhaltlicher Haltung erinnert stark an die ernsteren, konfrontativen Seiten von Slipknot, die sie bis heute in ihre Songs packen.

Ice Nine Kills

Slipknot haben schon früh bewiesen, dass Metal mehr als nur Musik, nämlich ein Gesamtkonzept sein kann. Ice Nine Kills treiben genau diesen Gedanken auf die Spitze. Die Band um Sänger Spencer Charnas verarbeitet auf ihren Releases Horrorgeschichten und -franchises zu einem durchgehenden narrativen Erlebnis. Insbesondere mit The Silver Scream (2018) schafften sie es, ihre eigene Art von Storytelling auf ein ganz neues Level zu bringen. Ähnlich wie Slipknot setzen sie auf starke visuelle Elemente und eine klare Ästhetik, die sich durch Songs, Artworks, Musikvideos, Visualität und Liveshows zieht.

Motionless In White

Motionless In White verbinden düstere Optik mit modernem Metalcore und Einflüssen aus anderen Genres, wie beispielsweise Industrial. Die Band um Fronter Chris “Motionless” Cerulli hat sich über die Jahre eine klare visuelle und musikalische Identität aufgebaut, die stark an das erinnert, was Slipknot in ihren frühen Tagen etabliert haben. Die Musik der US-Band zeigt, dass sich Härte und Atmosphäre kombinieren lässt und schafft vor allem auf den Konzerten ein nahezu immersives Erlebnis für Fans. Thematisch geht es oft um persönliche Konflikte und gesellschaftliche Spannungen. Ein Ansatz, der auch bei Slipknot immer eine große Rolle spielt und worüber sich die Fans stark identifizieren.

Paleface Swiss

Wer die bockstarke Härte von Slipknot sucht, wird bei Paleface Swiss fündig. Die Schweizer Band bringt eine rohe, fast schon unkontrollierte Aggression mit, die vor allem auf den jüngeren Alben stark an die Iowa-Ära von Slipknot erinnert. Die Vocals von Fronter Zelli lassen sogar des Öfteren an die von Corey Taylor denken. Hör mal genau hin! Die Songs der Truppe wirken dabei wie ein direktes Ventil für Wut und Frust, ohne dabei an Struktur zu verlieren - und damit sind wir wieder bei dem "definierten Chaos”. Gerade diese Mischung macht den Sound von Paleface Swiss so intensiv. Ein Gefühl, das Slipknot-Fans nur allzu gut kennen. Wenn du die Schweizer noch nicht live gesehen hast, solltest du das wirklich ganz dringend nachholen.

Hatebreed

Hatebreed sind für den Hardcore das, was Slipknot für den Nu Metal waren: Wahre Pioniere ihres Genres. Und dabei teilen sie sich noch eine weitere zentrale Stärke mit Slipknot: Ihre Fähigkeit, Emotionen in kraftvolle, mitreißende Songs zu übersetzen. Seit Jahrzehnten stehen Jamey Jasta und seine Kollegen für Wut und Zusammenhalt und prägen damit ganz stark auch den Community-Gedanken ihrer Fanschaft. Themen, die auch bei Slipknot immer wieder auftauchen. Ihre Musik funktioniert dabei sowohl als persönliches Ventil als auch als kollektive Energiequelle auf Shows. Da bleibt kein Shirt trocken, das können wir dir garantieren.

Whitechapel

Whitechapel schlagen gekonnt die Brücke zwischen roher Brutalität und persönlichen Lyrics - ein Weg, der durchaus an die Karriere von Slipknot erinnert. Die Band um Frontmann Phil Bozeman begann mit Deathcore, entwickelte ihren Sound über die Jahre jedoch immer weiter und ließ zunehmend mehr Atmosphäre und emotionale Tiefe zu. Gerade auf Alben wie The Valley oder Kin zeigt sich, wie stark hier mit persönlichen Themen gearbeitet wird. Der Sänger verarbeitet dabei eigene Erfahrungen und Traumata in einer Intensität, die unter die Haut geht. 

Kim Dracula

Kim Dracula steht sinnbildlich für den modernen Wahnsinn in der Heavy Music und kombiniert Metal, Industrial, Trap und theatralische Elemente zu einem Sound, der bewusst überdreht und unberechenbar ist. Kennen wir doch irgendwoher, oder? Diese Mischung aus Chaos, Inszenierung und musikalischer Grenzüberschreitung ist nämlich genau das, was Slipknot Anfang der 2000er so besonders gemacht und ihnen ein Alleinstellungsmerkmal verschafft hat. Auch bei Kim Dracula geht es weniger um klare Genregrenzen, sondern um maximale Ausdruckskraft mit Musik. Das Album A Gradual Decline In Morale zeigt genau auf, was wir meinen. Hör rein!

Julia
Geschrieben von

Julia

Hey, ich bin Julia und schon lange redaktionell in der Szene tätig. "It was never just a phase, mom" - von Metalcore über Emo bis hin zu Nu Metal liebe und lebe ich seit meiner Jugend alles, womit ich meine Emotionen in jeder Lebenslage gut herausschreien kann. Wenn ich die Musik gerade nicht höre, halte ich mich mit News und Trends aus der Szene up to date. Man trifft mich außerdem oft auf Konzerten und Festivals oder mit meinem Hund bei ausgedehnten Gassigängen im Feld.