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Review: Die wunderbare Leichtigkeit des Hardcore - Capture The Crown - TIL DEATH

Polarisieren mächtig: Capture The Crown

Soll man sie lieben oder hassen? Seitdem bekannt wurde, dass die Australier Capture The Crown bei Sumerian Records gelandet sind, haben sich Keyboard-Warrior weltweit die Finger vor Schimpf- und Hasstiraden wund getippt. Jetzt liegt die erste Platte der Screamo-Metaller mit Techno-Einschlag TIL DEATH vor. Ob Capture The Crown den Langzeittest bestehen, erfahrt ihr in unserer Review zum Album.

CAPTURE THE CROWN

TIL DEATH

4/6

Sumerian Records

14 Songs / 48:30

Lauscht man den ersten paar Songs von TIL DEATH wird dann auch Eines ganz schnell klar: Wer sich über Capture The Crown echauffiert, ist der Band derbe auf den Leim gegangen. Denn die Jungs aus Sydney nehmen sich offensichtlich selbst nicht allzu ernst und liefern uns Songs, die schlicht und einfach Laune machen. Nahezu mühelos, ja geradezu spielerisch mischt die Band knüppelharte Breakdowns mit zuckersüßem Clean-Gesang, schiebt spaßige Techno-Beats hinterher und führt das Sammelsurium mit derbem Gegrowle ad absurdum. Und als wäre das noch nicht genug, gibt’s als Draufgabe noch ‘ne Hand voll Dubstep samt Auto-Tune. Da taucht mit ‘You Call That A Knife? This Is A Knife!‘ auch schon mal ein Song-Titel mit The Simpsons-Referenz auf, oder die Band zieht offensichtlich erzwungene Breakdowns in’s Lächerliche (‘Ladies & Gentlemen… I Give You Hell‘).

Die Sound-Fetischisten unter euch können sich auch entspannt zurücklehnen: Das Album, produziert von Cameron Mizell in Orlando, Florida, ist zwar weit davon entfernt, organisch produziert zu sein, tönt aber reichlich fett aus den Lautsprechern und erfüllt somit seinen Zweck voll und ganz.

Capture The Crown haben sich Diverstität nicht nur auf die Flaggen geschrieben, sie geben dem Begriff mit einem dicken Patzen Humor eine gänzlich neue Bedeutung. Wo andere Bands die Moralkeule schwingen, zelebrieren Capture The Crown die wunderbare Leichtigkeit des Hardcore. Zugegeben, etwas Gesellschaftskritik, sich zumindest ein paar Gedanken über Konformität, Normen und Individualismus zu machen – fernab vom Party-Wochenende – hat noch Niemandem geschadet. Doch dafür gibt’s aber andere Bands. TIL DEATH ist der perfekte Soundtrack für Samstag Abend, denn sogar Hardcore-Moralisten müssen hin und wieder den Kopf frei bekommen.

Geschrieben am 15.01.2013
von michael
 

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